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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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"Seit 15 Jahren kämpfen wir für so ein Haus"
Zwischenüberschrift:
Über 100 Bürger zogen durch Schinkel
Artikel:
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Originaltext:
" Seit 15 Jahren kämpfen wir für so ein Haus"

Über 100 Bürger zogen durch Schinkel

Schinkel sfe
Von der Autolackiererei Restemeyer über den Hasepark, vorbei am alten Stahlwerksbunker und dem Platz der neuen Senioren-Wohnanlage zur Stüveschule. Der 39. Schinkelgang der Bürgervereine Schinkel-Ost von 1953 und Schinkel von 1912 führte die 100 Teilnehmer quer durch den Stadtteil.

Eigentlich hätte es einen lauten Plumps geben müssen, als Horst Reiner, der Vorsitzende des Bürgervereins Schinkel, vor der geplanten Senioren-Anlage an der Ro-tenburger Straße sprach. " Uns allen ist ein Felsbrocken von der Seele gefallen. Seit 15 Jahren kämpfen wir für so ein Haus in Schinkel, und endlich wird es realisiert", betonte Reiner.

" Was lange währt, wird endlich gut", ergänzte Wilfried Windmöller, kommissarischer Geschäftsführer des Diakonischen Werks. Das Projekt finanzieren die Evangelischen Stiftungen Osnabrück, Betreiber des Heims wird der evangelisch-lutherische Kirchenkreis. " Im November erfolgt der Spatenstich, und bereits im Jahr darauf wollen wir Weihnachten mit den neuen Bewohnern feiern", gab Reiner die Marschroute für den zehn Meter hohen Bau vor.

Gabriele Große-Hohmann, Leiterin des Seniorenheims Ledenhof, die auch für die Anlage in Schinkel zuständig sein wird, berichtete beim Schinkelgang über die geplante Nutzung: 84 Menschen werden hier auf drei Etagen wohnen. Im Erdgeschoss soll eine stationäre Hausgemeinschaft für Demenzkranke eingerichtet werden. Eine Küche wird das Altenheim nicht bekommen -" die Bewohner werden vom Ledenhof aus mit versorgt", erklärte die künftige Leiterin. Große-Hohmann plant demnächst, ein Beratungsbüro einzurichten, wo sich Interessenten über Preise und weitere Details informieren können.

Diskussionen gab es am Samstag vor allem über bauliche Fragen. " Beim Flachdach habe ich nach wie vor Bedenken", äußerte sich ein Schin-kelaner. Auch die Notwendigkeit der Pfahlgründung wurde angezweifelt. 15 Meter tiefe Pfähle sollen im Boden unter dem Gebäude verhindern, dass das neue Altenheim auf dem torfhaltigen Untergrund schwimmt.

Beim Schinkelgang notiert

Einbahnstraßen werden umgedreht

Verkehrsprobleme in Schinkel: " So etwas kennen wir hier natürlich überhaupt nicht", leitete Franz Schürings, Leiter des Fachbereichs Städtebau, schmunzelnd seine Ausführungen ein. Gute Nachrichten brachte er für den Bereich Buersche Straße, Venloer Straße und Schinkelstraße. An diesem Unfallschwerpunkt sollen nach langen Diskussionen die Richtungen der Einbahnstraßen umgedreht werden. " Wir hoffen, dass wir so die Situation etwas entschärfen."
Im Laufschritt müssten die Kinder über die Ampel an der Schinkelstraße/ Ecke Buersche Straße, beklagte ein Bewohner des Stadtteils. Seine Bitte, die Ampelphase doch um eine Sekunde zu verlängern, beantwortete Schürings mit dem Hinweis, dass die Straße betreten werden dürfe, bis die Ampel auf Rot schalte. Danach bestehe ausreichend Zeit, auf die gegenüberliegende Straße zu wechseln.
Das Licht einschalten müssen einige Bewohner an der Mindener Straße sogar mittags. Der Efeu-Bewuchs sei schlimm. " Es wurde versprochen, das zurückzuschneiden, beschwerte sich ein Anwohner. Er wolle die Bäume nicht " ab haben", aber das Grünzeug müsse weichen. Das viele Laub verhindere, dass Licht in die Wohnungen dringe. Außerdem verschmutze es die Straße.
Ein Fahrrad- und Fußweg soll durch das Neubaugebiet zwischen Schützenhofsiedlung und Schellenbergstraße hindurchführen und eine Verbindung von der Mindener Straße zur Hase schaffen. Der geplante Weg würde zwei Gärten schneiden, die den der Stadtwerken gehören. Einige Schinkelaner sahen beim Gang durch den Stadtteil keinen Bedarf für diesen Weg und forderten stattdessen eine öffentliche Grünfläche oder eine Streuobstwiese.
Grüner soll auch der Marktplatz werden: Ebertallee und Marktplatz sollen nach Ansicht des Vorsitzenden des Bürgervereins, Horst Reiner, begrünt werden: " Wir wollen den Platz aufwerten. Derzeit sieht es hier eher aus wie auf einem Parkplatz!" (sfe)

ES TUT SICH WAS IN SCHINKEL: Die rund 100 Teilnehmer des Schinkelgangs besichtigten auch die Firma Magnum. Damit wollte der Bürgerverein mit den Gerüchten aufräumen, das Unternehmen stelle seine Produktion im Stadtteil ein. 200 Mitarbeiter arbeiten hier in der Metallverarbeitung. Foto: Michael Hehmann
Autor:
sfe


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