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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
Lärmschutz auf der Ost-West-Achse hat keine Priorität
Zwischenüberschrift:
Deutsche Bahn baut an den lautesten Streckenabschnitten Lärmschutzwände - In Osnabrück nur die Nord-Süd-Achse
Artikel:
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Originaltext:
Lärmschutz auf der Ost-West-Achse hat keine Priorität

Deutsche Bahn baut an den lautesten Streckenabschnitten Lärmschutzwände - In Osnabrück nur die Nord-Süd-Achse

Hauke Petersen

Osnabrück
Die Bahn macht mobil in Sachen Lärmsanierung. In den kommenden Jahren nimmt sie sich die lautesten Streckenabschnitte in ganz Deutschland vor. Grundlage dafür ist eine Prioritätenliste, Gesamtkonzept Lärmsanierung genannt. Ganz oben steht dort auch die Stadt Osnabrück (wir berichteten). Allerdings nur in Nord-Süd-Richtung. Doch was passiert mit der Strecke Rheine-Hannover?

Die findet sich nicht in Anhang 1, sondern erst im Anhang 3 des zitierten Gesamtkonzepts. Das heißt im Klartext: Auf Schallschutzwände und zu 75 Prozent geförderte Schallschutzfenster warten die Bahnanlieger in West und Ost erst einmal vergebens. Die Trasse stehe " nicht gerade ganz oben auf der Liste", formuliert es Gerhard Warnke, Projektleiter Lärmsanierung für Niedersachsen, vorsichtig. Mit anderen Worten: In den nächsten fünf bis zehn Jahren wird sich an dem Status quo aller Voraussicht nach nichts ändern.

Verkehrsplaner Hans-Jürgen Apel sieht darin auch kein großes Problem. Das Konzept sei Ergebnis einer Betroftenheitsanalyse, die die Lärmbelastung an den Schienenwegen berechnet habe. Und die Strecke Rheine-Hannover sei nun mal nicht so stark betroffen. Außerdem seien die Menschen bei Schienenverkehrslärm " wesentlich genügsamer als Straßenanwohner", habe seine Erfahrung gezeigt.

Und tatsächlich: Inge Mallok, seit 35 Jahren Leiterin der Kindertagesstätte St. Marien in der Turner Straße, untermauert Apels These. " Das nehme ich gar nicht lmehr wahr", sagt sie.

Seitdem das Gebäude näher an den Bahndamm versetzt wurde, habe sich die Lage entspannt. Das klingt kurios, ist aber wissenschaftlich erwiesen, denn die Schallwellen vom erhöhten Bahndamm ziehen über nahe gelegene Häuser hinweg. Und Mallok verweist noch auf einen weiteren Vorteil. Die Fenster der Kita sind schon schallgeschützt. Was aber passiert nebenan, wo die Nileg für gehobene Ansprüche bauen will? Konkrete Lärmuntersuchungen fänden hier erst statt, nachdem das Bebauungsplanverfahren eingeleitet worden sei, erklärt der Fachbereichsleiter Städtebau, Franz Schürings. Sollten Grenzwerte überschritten werden, würde man sich dann schon beim Bau über schalldämmende Dächer, Häuserwände und Fenster Gedanken machen müssen. " Auf den aktiven Schallschutz (sprich Schallschutzwände an den Gleisen) haben wir relativ wenig Einfluss." Denn das ist Sache der Bahn, und deren Priorität liegt woanders.

MANCHE ANWOHNER der Turnerstraße haben sich an die Lärmbelastung der Bahn gewöhnt.

GANZ NAH DRAN heißt ganz schön laut: Aus dem fahrenden Zug heraus richtete unser Fotograf seine Kamera auf dieses Haus in Eversburg. Aber inOsnabrück plant die Bahn entlang der Strecke Bentheim-Hannover keinen Lärmschutz.
Fotos: Uwe Lewandowski
Autor:
Hauke Petersen


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