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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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aus Zeitung:
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Überschrift:
Mehr Verkehr und mehr Feinstaub in der Stadt
Zwischenüberschrift:
Aktuelle Zahlen: Verkehrsbelastung hat zugenommen
Artikel:
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Originaltext:
DER LASTWAGEN-VERKEHR HAT ZUGENOMMEN, das belegen aktuelle Zahlen. Verkehrsplaner denken bereits an Auflagen, wie hier an der Wersener Landstraße. Foto: Gert Westdörp

Osnabrück fhv

Anwohner stöhnen über den Lastwagen-Lärm auf den Ausfallstraßen. Der frühere Dompastor Johannes Körber machte schon mal eine Strichliste, wenn in seiner Wohnung am Heger-Tor-Wall die Scheiben klirrten: AIles Mautflüchtlinge? jetzt liegen erstmals verlässliche Zahlen über den Schwerlastverkehr auf den Osnabrücker Hauptverkehrsstraßen vor.

Am 5. Juli hat Verkehrsplaner Hans-jürgen Apel Autos und Lastwagen zählen lassen. Auf dem Fürstenauer Weg, der Lotter Straße, Martinistraße und Hannoverschen Straße von 7 bis 9 und 16 bis 18 Uhr sowohl Mindener Straße sowie Bremer Straße nur von 16 bis 18 Uhr. Und diese Zahlen können jetzt mit den Ergebnissen aus den Jahren 2003/ 2004 verglichen werden.

Bis auf zwei Ausnahmen ging dabei der Pkw-Verkehr sogar geringfügig zurück. Nur auf der Hannoverschen Straße (plus 20, 6 Prozent) und der Mindener Straße (plus 7, 4 Prozent) wurden mehr Autos gezählt.

Anders bei den Brummis: Hier nahm die Frequenz auf allen Straßen zu und erreichte Werte zwischen 116, 3 und 272, 7 Prozent. Die Ergebnisse im Einzelnen: Fürstenauer Weg 117, 1 Prozent, Lotter Straße 168, 4 Prozent, Martinistraße 116, 3 Hannoversche Straße 125, 6, Mindener Straße 272, 7 und Bremer Straße 147, 3 Prozent.

Es sei " eine äußerst unangenehme Tatsache, dass die großen Lastzüge den Wall und die Einfallstraßen so zahlreich befahren", heißt es dazu In einer Vorlage der Fachverwaltung. Bei der Suche nach den Ursachen müsse sowohl an die Mautgebühren wie auch an die großen Autobahn-Baustellen gedacht werden.

Mautflüchtlinge oder Baustellen-Stau?

Andererseits war es nicht möglich, die Verkehrszäh-lung mit einer Befragung der Fahrer zu verbinden. Nur so hätte die Frage nach den Ursachen beantwortet werden können.

Verkehrsplaner Hans-jürgen Apel berichtete dazu gestern, auch der Arbeitskreis " Lärmminderungsplanung", in dem Sprecher des Verkehrsgewerbes, Straßenbauer und Vertreter von Rat und Verwaltung sitzen, habe keine verbindliche Antwort gefunden. " Die Spediteure erklären allerdings, wegen des zu erwartenden Zeitverlustes sei eine Maut-Vermeidun^ In der Stadt gar nicht lukrativ."

Der Arbeitskreis werde die Entwicklung weiter analysieren, kündigte Apel an: " Wir denken an einen 4-Stufen-Plan bis hin zu verkehrslenkenden Maßnahmen für Lastwagen."

Solche Ge- und Verbote könnten auch als Resultat der seit August laufenden Fein-staub-Messungen mit dem Luftmess-Container am Schlosswall drohen. Seitdem wurde der EU-Grenzwert bereits an zwölf Tagen überschritten, so berichtete die Verwaltung jetzt im Umweltausschuss.

Dabei steht dieser Messcontainer an einem ausgewiesenen Brennpunkt in Sachen Umweltverschmutzung, der die vorgeschriebenen Standortkriterien deutlich überschreitet: Gefordert waren mindestens 15 000 Fahrzeuge am Tag, den Schlosswall passieren täglich etwa 30 000 Wagen. Der Lkw-Antell soll bei mindestens fünf Prozent liegen, am Schlosswall sind es acht bis zehn Prozent. Da wundert es nicht, wenn die Messwerte um 70 Prozent über dem Durchschnitt der Station an der Bomblatstraße liegen.
Autor:
fhv


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