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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
Immer mehr Lastwagen - aber kein Lärmschutz
Zwischenüberschrift:
Lautes Wohnen an der Klöcknerstraße
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Immer mehr Lastwagen - aber kein Lärmschutz

Lautes Wohnen an der Klöcknerstraße

Hafen (hpet) Eine Mauer muss her. Gegen den Lärm. Das zumindest fordern Anrainer der Klöcknerstraße von der Stadt. Zu stark sei der Krach inzwischen geworden, der täglich von hunderten von Lastwagen ausgehe. Doch die Verwaltung macht den Geplagten wenig Hoffnung.

" Schon vor mehr als zehn Jahren ging es los", berichtet Willi Hellmann. Ausgerechnet der gleichnamige Osnabrücker Logistiker habe mit seinen Lastern die Situation verschärft. Dann habe sich ein Unternehmen nach dem anderen im nahen Gewerbegebiet angesiedelt. Zuletzt der städtische Bauhof. Zu allem Überfluss werde auch noch der Umleitungsverkehr von der Autobahn A 1 über die Klöcknerstraße geleitet.

" In den letzten drei, vier Jahren ist es noch einmal schlimmer geworden", berichtet Günter Wagener, der wie Willi Hellmann am Ginsterweg wohnt. Nur ein kurzes Gartenstück trennt die Rückseiten ihrer Häuser von der viel befahrenen Straße. Von morgens 5 Uhr bis abends 6 Uhr dröhnen ihnen die Wände und Fensterscheiben. " Und nachts rumpelt Hellmann", ergänzt Wagener.

Stadt: Anderswo ist es noch schlimmer

Eine (Er-) Lösung scheint nicht in Sicht. Für eine Lärmschutzwand ist kein Platz, und außerdem werde die Stadt sie sowieso nicht finanzieren, sagt Franz Schürings, der Leiter des Fachbereichs Städtebau. Zwar sei man gerade dabei, einen Lärmminderungsplan aufzustellen, jedoch zeichne sich schon jetzt ab, dass der Klöcknerstraße hier keine Priorität zugeschrieben werde: " Es gibt schlimmere Stellen."

Einzig eine Verkehrserhebung sicherte Schürings beim Bürgerforum in der vergangenen Woche zu. Wenn die Untersuchung eine spürbare Verschlimmerung erkennen lasse, würde zumindest darüber nachgedacht, einen Lärmschutzwall auf einem Grünstreifen entlang der Klöcknerstraße aufzuschütten.

Keine Hilfe für Hellmann und Wagener, denn ihre Grundstücke trennt kein Grünstreifen von der Fahrbahn. Zur Not würden sie sogar einen Meter ihres Grundstücks opfern, um dort eine Wand aufzustellen. Mit der aber müssen die Nachbarn einverstanden sein. Außerdem würde bei einer Höhe von mehr als 1, 80 Meter ein Bauantrag fällig, so Schürings. Bei dessen Bewilligung signalisierte er aber schon jetzt Unterstützung.

ZUR SELBSTHILFE hat Willi Hellmann gegriffen: Er baute sich selber eine Lärmschutzwand aus Profilblechen, um den Krach von der Klöcknerstraße abzuschirmen. Rechts sein Nachbar Günter Wagener. Foto: Uwe Lewandowski
Autor:
hpet


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