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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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aus Zeitung:
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Überschrift:
Rotlicht-Szene arbeitet jetzt im Hasepark
Zwischenüberschrift:
Verstärkte Kontrollen am Hauptbahnhof führten zu Verdrängung des Milieus
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Aus dem Sperrbezirk am Hauptbahnhof wurde die Prostitution durch Polizeikontrollen verdrängt. Nun werben die Prostituierten wenige hundert Meter weiter an der Franz-Lenz-Straße Kunden an. Dort können sie zwar relativ ungestört Ihrem Geschäft nachgehen, doch auch hier beobachten die Polizei und die Stadtverwaltung aufmerksam die Rotlicht-Szene.

Das Gewerbegebiet Hasepark ist ein nahezu brachliegendes Fleckchen inmitten der Stadt. Das hat sich - zumindest am Abend und in der Nacht - geändert. Nun bringen die Prostituierten Leben in das Areal. Und damit rollen auch spürbar mehr Autos über die neue Rotlichtmeile.

" Die Franz-Lenz-Straße liegt außerhalb des Sperrbezirks", erklärt Dr. Sven Jügensen, Pressesprecher der Stadt Osnabrück. Nachdem sich die Szene an der Eisenbahnstraße durch gezielte Kontrollen der Stadt und der Polizei aufgelöst hat, sei es zu einer Verdrängung in das angrenzende Gewerbegebiet gekommen.

Die Szene am Hasepark werde vom OS-Team und von der Polizei beobachtet. " Wir machen uns ein Bild und schauen, wie es sich dort entwickelt", so der Pressesprecher. Prostitution außerhalb der ausgewiesenen Sperrgebiete wie Innenstadt, Wohngebiete und Bereiche um Schulen und Kindergärten sei grundsätzlich nicht verboten, " solange es nicht zu Gewaltdelikten kommt". Andererseits liege Prostitution immer in einem Spannungsfeld, das man beobachten müsse. Zu Problemen sei es jedoch noch nicht gekommen.

Außer am Hauptbahnhof habe es in der Vergangenheit auch an anderen Orten vereinzelt Platzverweise gegeben, erzählt Anja Wessel von der Drogenberatung. Im Rahmen des Projekts Nachtschicht besucht sie die Prostituierten wöchentlich, verteilt Spritzen und Kondome. Eine Verlagerung des Straßenstrichs bringe immer Schwierigkeiten mit sich, sowohl für die Frauen als auch für die Anwohner.

Beschaffungsprostitution stehe in der hierarchischen Ordnung des Gewerbes ganz unten, erklärt sie. Daher will Wessel die oft drogenabhängigen Frauen zu einem Besuch im Café Connection bewegen, wo ihnen Hilfe angeboten wird.

Das seit sieben Jahren laufende Projekt zeige bereits Erfolge: " Wir konnten Frauen in Therapien vermitteln, die heute clean leben", freut sich Wessel. Doch bis dahin sei es oft ein sehr langer Weg.
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