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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Fip: Hagedorn-Umsiedlung ist auf gutem Weg
Zwischenüberschrift:
Der Oberbürgermeister über Chancen der Stadtentwicklung - Stärkung durch modernes Wohnen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Die Firma Hagedorn wird hre Produktion an der Lotter Straße aufgeben und an einen anderen Standort verlagern. Dadurch kommt die städtebauliche Entwicklung in der Lotter Straße einen großen Schritt weiter, wie Oberbürgermeister Hans-Jürgen Fip in unserem Interview sagt. Er äußert sich auch zur Zukunft der Innenstadt.

Herr Fip, Sie haben in einer ersten Reaktion auf die Ausbau-Pläne von L+ T gesagt, das sei eine Entwicklung in die richtige Richtung. Wohin soll die Innenstadtentwicklung denn gehen Ihrer Meinung nach?

Fip: Wenn Dieter Rauschen (L+ T-Geschäftsführer, Anmerk. d. Red.) seine Pläne wahr nacht, ist das gut für die Stadt. Ich kenne die Absichten des Unternehmens nicht im Einzelnen, aber ein Einkaufsschwerpunkt an dieser Stelle würde die Innenstadt ein großes Stück voranbringen. Sie müssen den Standort als Ganzes betrachten: L+ T auf der einen Seite, das Woolworth-Gebäude und die Kamp-Promenade auf der anderen Seite. Wenn man dann noch bedenkt, dass es Bestrebungen gibt, Flächen am Adolf-Reichwein-Platz zu bebauen, entsteht hier etwas, was Osnabrück als Handelszentrum hochattraktiv macht.

Was geschieht mit dem Woolworth-Gebäude? Fip: Es gibt seit längerem Gespräche mit Woolworth. Genaueres kann ich Ihnen aber nicht sagen. Fest steht: An dieser wichtigen Stelle muss etwas Neues entstehen. Auch die rückwärtigen Häuserfronten an der Kamp-Promenade sind sanierungsbedürftig.

Und was geschieht mit dem Neumarkt, wenn in der Mitte der Großen Straße ein Center entsteht?

Fip: Es wäre besser gewesen, schon vor drei Jahren den Tunnel zu sanieren, die Pavillons abzureißen und den Platz dann zunächst so zu lassen, wie er ist, und die weitere Entwicklung abzuwarten.

Für den Neumarkt werden Investoren gesucht, die dort Geschäftshäuser bauen. Was wissen Sie über potenzielle Investoren? Fip: Dazu kann ich Ihnen nichts sagen.

Was wird aus der Johannisstraße?

Fip: Sie muss ihre Funktion neu definieren. Man muss das nüchtern sehen: Die Johannisstraße wird nicht als Verlängerung der Fußgängerzone Große Straße wahrgenommen. Der Bereich und das ganze Umfeld müssen anders entwickelt werden, zum Beispiel für Dienstleistungen, für die Bedürfnisse der Universität und für moderne Wohnungsangebote wie Stadthäuser. Insbesondere an der Kommenderiestraße ließe sich Wohnungsbau realisieren. Dadurch zieht man neue Angebote für die Nahversorgung nach und stärkt die jetzigen Anbieter. Außerdem werden wir mit Marketingaktionen versuchen, die Akzeptanz der Parkgarage Salzmarkt zu verbessern. Ich bin überzeugt, dass die Auslastung besser wird, wenn der Ausbau der Iburger Straße abgeschlossen ist. - Aber ich möchte die Gelegenheit nutzen, auf einen anderen wichtigen Teil der Stadtentwicklung hinzuweisen.. .

Als da wäre...

Fip: ... das ehemalige Busdepot an der Lotter Straße und die Firma Hagedorn. Die Firma Hagedorn passt als Produktionsbetrieb nicht in dieses Gebiet. Für die Entwicklung des Gebietes ist die Umsiedlung von Hagedorn die Schlüsselfrage, die jetzt beantwortet ist.

Wohin geht Hagedorn? Fip: Die Firma ist bereit, die Produktion zu verlagern. Mehr kann ich dazu nicht sagen. Zurzeit wird ein Gutachten über Kosten und Finanzierung erstellt. Die Stadt wird beim Land Fördermittel aus dem Programm Stadtumbau-West beantragen. Ich gehe davon aus, dass 2006 wieder Fördermittel des Landes bereitgestellt werden. Die Lösung ist greifbar nahe, und ich danke besonders der Firma Hagedorn für die konstruktive Zusammenarbeit.

Wie viele Arbeitsplätze wandern mit Hagedorn ab? Fip: Etwa zwanzig. Aber ich bin sicher, dass die Entwicklung an dieser Stelle mehr neue Arbeitsplätze bringt, zum Beispiel in Handel und medizinischen Dienstleistungen. Die Umsiedlung von Hagedorn eröffnet die Chance, äußerst interessante und neue Wohnbauprojekte zu realisieren.

Es liegen doch schon Entwürfe vor...

Fip: Ja, aber die vorliegenden Ergebnisse des städtebaulichen Wettbewerbs sind Leitlinien, die Raum lassen für alternative Lösungen.

Im Klartext: Sie finden die bisherigen Entwürfe nicht gut?

Fip: Man kann sie sicherlich noch verbessern.
Autor:
Wilfried Hinrichs


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