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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Entsorgung des Gewerbemülls wird deutlich teurer
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Firmen aus Stadt und Landkreis bestätigen: Kosten steigen zum 1. Juni um durchschnittlich mehr als 50 Prozent
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Unternehmen in der Stadt und dem Landkreis Osnabrück müssen ab Juni für die Entsorgung ihres Gewerbemülls mit Kostensteigerungen von durchschnittlich mehr als 5O Prozent rechnen.

Das haben gestern die Geschäftsführer zweier größerer Entsorgungsunternehmen aus Osnabrück und Georgsmarienhütte bestätigt. Während die Entsorgung einer Tonne Gewerbemüll derzeit durchschnittlich zwischen 85 und 90 Euro kostet, werden ab dem 1. Juni Beträge zwischen 130 und 140 Euro fällig.

In gut einem Monat tritt eine neue Abfallablagerungsverordnung in Kraft, nach der die Deponierung nicht vorbehandelter organischer Abfälle aus Haushalt und Gewerbe nicht mehr möglich ist. Gewerbemüll darf beispielsweise nur noch dann auf einer Deponie unbehandelt eingelagert werden, wenn er ungiftig ist und einen Heizwert hat, der beispielsweise deutlich geringer ist als der von Grünschnitt aus dem Garten. Fast alle anderen Abfälle aus Betrieben und Unternehmen müssen sortiert und wiederverwertet oder verbrannt werden.

Über den bevorstehenden Preisanstieg hat beispielsweise auch die Osnabrücker Firma Levien Industrieentsorgung vor kurzem ihre Kunden schriftlich informiert. Nach eigenen Angaben sortiert das Unternehmen jährlich rund 20 000 Tonnen Gewerbeabfall für eine Wiederverwertung, etwa 50000 Tonnen werden zu Brennstoff verarbeitet. Geschäftsführer Dirk Levien geht davon aus, dass auf Grund der neuen Preisgestaltung Bewegung in die Kundenstruktur der Gewerbemüll-Branche kommen wird, die letztlich vor keinem Unternehmen Halt mache.

Der Betriebsleiter der Städtereinigung Holtmeyer, Ronald Kelle, wird die Kunden des Georgsmarienhütter Unternehmens in den kommenden Tagen schriftlich über den bevorstehenden Preisanstieg der Entsorgungskosten informieren. Neben Levien und Holtmeyer gibt es nach Keiles Angaben etwa zwei Dutzend Firmen in der Stadt und dem Landkreis Osnabrück, die Gewerbemüll entsorgen, etwa ein Viertel davon können größere Kapazitäten verarbeiten.

Nach der Schließung der Zentraldeponie Piesberg in Osnabrück werden ab dem 1. Juni auch zahlreiche andere Deponien für die endgültige Lagerung von Gewerbeabfall nicht mehr infrage kommen. Für Holtmeyer-Betriebsleiter Kelle verkleinert sich damit das Angebot der Entsorger, und die Regeln der Marktwirtschaft greifen: also ein Anstieg der Entsorgungskosten.

Das GMHütter Unternehmens hat bereits Ende 2004 mit der Müllverbrennungsanlage (MVA) Bielefeld-Herford einen Übernahmevertrag für die energetische Verwertung abgeschlossen - mit einem Auftragsvolumen von 25 Millionen Euro.
Autor:
ra


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