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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
L+T kauft ehemaliges Elektrokaufhaus Brinkmann
Zwischenüberschrift:
Weiterer Schritt zu einem Einkaufszentrum?- Rauschen: Noch keine konkrete Verwendung für das Haus
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Das Textilkaufhaus Lengermann und Trieschmann (L+ T) will weiter wachsen: Wie Geschäftsführer Dieter Rauschen bestätigte, hat das Unternehmen das Gebäude des ehemaligen Elektrokaufhauses Brinkmann an der Herrenteichsstraße/ Ecke Kleine Domsfreiheit gekauft. Der nächste Schritt zu einem großen Einkaufscenter?

Dieter Rauschen hält sich bedeckt. " Wir haben im Moment keine konkrete Verwendung für dieses Haus", teilte der L+ T-Geschäftsführer schriftlich auf Anfrage der Neuen OZ mit. Große Teile des Hauses stehen leer. In den oberen Etagen befinden sich Büros, die weiter vermietet bleiben, wie Rauschen sagt.

Weiter erklärte er: " In den letzten 30 Jahren haben wir immer frei werdende Nachbargrundstücke aufgekauft. So auch in diesem Fall, und es dient der langfristigen Zukunftssicherung unserer Firma und dem weiteren Wachstum." Mit dieser Politik verzeichne das Haus seit 30 Jahren " eine ständig gute Entwicklung". Er hoffe, so Rauschen, " dass wir auch mit diesem Immobilienerwerb ebenfalls ein weiteres Wachstum generieren können".

Das Wachstum läuft möglicherweise auf ein Einkaufszentrum im L+ T-Hinterland hinaus. Das Wilhelmstift wird in den nächsten Jahren von der Herrenteichsstraße an die Große Domsfreiheit umgesiedelt. Der Bebauungsplan ist auf den Weg gebracht. Zusammen mit dem ehemaligen Brinkmann-Kaufhaus stünde L+ T ein Areal zur Verfügung, das auch für Projektentwickler wie das Hamburger Unternehmen ECE interessant ist. Mit ECE hat Dieter Rauschen bereits vor Monaten Gespräche geführt. Über Inhalte und etwaige Ergebnisse lässt er nichts nach außen dringen.

Oberbürgermeister Hansjürgen Fip bewertete gestern den Kauf der Immobilie durch L+ T als " Schritt in die richtige Richtung". Er gehe davon aus, dass ECE die Pläne am Neumarkt nicht weiterverfolge, weil das Justizviertel nicht zur Verfügung stehe. Damit richte sich automatisch der Blick auf den Bereich zwischen Kamp und L+ T. Welche Folgen eine Expansion von L+ T für die Neumarkt-Planung haben könnte, ließ Fip offen: " Das wäre Spekulation."

Auch Architekt Peter Gewers, der den Masterplan für den Neumarkt entwickelt, wollte über mögliche Auswirkungen auf die Neumarkt-Entwicklung nicht spekulieren. Er habe bei der Suche nach Investoren " viele positive Signale" aus Politik und Wirtschaft erhalten.

Das technische Kaufhaus Brinkmann war 1988 in das ehemalige Möbelhaus Lahrmann eingezogen. Nach der Brinkmann-Insolvenz 2001 wurde das Kaufhaus geschlossen.

Einkaufscenter

Durchkreuzt

Dieter Rauschen ist ein kluger Kaufmann. Er entwickelt sein Geschäft Schritt für Schritt. Doch nun kreuzen sich zwei Entwicklungswege: Während L+ T über einen großen Wachstumsschritt nachdenkt, lässt die Stadt nach Investoren für eine Neugestaltung des Neumarktes suchen. Diese Suche wird gewiss nicht einfacher, denn wer wird Geld für Objekte am Neumarkt in die Hand nehmen, wenn gleichzeitig an der Großen Straße der heute schon stärkste Standort der City vor einem weiteren Wachstumsschub steht? Im Moment sieht es nicht so aus, als würden die Neumarkt-Planer das Tempo bestimmen. Das bestimmt die Geschäftsführung von L+ T.

Deshalb wäre es wichtig für die Stadtentwicklung, wenn L+ T sich bald entscheiden würde, in welche Richtung die Reise geht.
Autor:
Wilfried Hinrichs


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