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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Der Colonialwarenladen direkt an der Straßenecke
Zwischenüberschrift:
Zeitreise in der Weststadt:
 
Das Katharinenviertel war nicht immer so gefragt - Heute gehört es zu den bevorzugten Wohngebieten in Osnabrück
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Weststadt Das Katharinenviertel vor 100 Jahren: Unsere heutige Zeitreise führt in ein Viertel, in dem um 1900 aufwändig gestaltete Wohnhäuser, Villen, aber auch schlichtere Ein- und Mehrfamilienhäuser errichtet wurden. Zwar haben sich die Straßenzüge über die jähre verändert, die ursprünglicheGestalt konnte aber bewahrt bleiben. Heute ist das Katharinenviertel eine bevorzugte Wohnlage in Osnabrück.

Die Ansichtskarte aus dem Jahr 1905 zeigt eine Ansicht der Kreuzung an der Herderstraße und Katharinenstraße. Die beiden markanten Eckgebäude, die die Postkarte in den Mittelpunkt rückt, entstanden um 1890. An den Wohnhäusern sind die Fassaden in rotem Rohziegel gehalten. Sie fallen bis heute durch ihre klare Gliederung und ihre aufwändige Gestaltung auf.

Im Erdgeschoss des linken Gebäudes, Katharinenstraße 51, bot M. Helmkamp seine " Colonialwaren", Kaffee, Tabak, Kakao, Gewürze und Lebensmittel, an. Heute kann man sich in den Räumen von Friseurin Margret Heltefuß frisieren lassen.

Das rechte Wohnhaus, Herderstraße 28, ist als Doppelhaus mit dem Gebäude Katharinenstraße 53 konzipiert worden. So sah damals ein repräsentatives Einfamilienhausaus. Im Erdgeschoss und in der ersten Etage, der " Beletage", waren großzügige Wohnräume mit stuckverzierten Decken, während die kleineren Räume im Obergeschoss dem Dienstpersonal vorbehalten waren.

Die Wirren des Ersten und Zweiten Weltkrieges überstanden die Straßenzüge fast unbeschadet. Nach 1945 wurden daher viele Familien, die ihre Wohnungen durch Bombenschäden verloren hatten, in Wohnhäuser dieses Viertel einquartiert.

Wie auf beiden Aufnahmen zu erkennen ist, hatte das rechte Eckgebäude schon immer ein Flachdach. Diese Gegebenheit nutzte der damalige Eigentümer 1987 und gestaltete das mit Teerpappe gesicherte Flachdach zu einem begrünten Dachgarten um. 1990 positionierte er hier die erste netzgekoppelte Photovoltaik-Anlage Osnabrücks.

Im Katharinenviertel wurde 1979 die erste verkehrsberuhigte Zone Osnabrücks geschaffen. Rund um den Gustav-Heinemann-Platz sollte so eine verbesserte Wohnqualität geschaffen werden. Aus dem etwas heruntergekommenen Viertel mit leer stehenden Gebäuden entwickelte sich eines der beliebtesten Wohngebiete der Stadt.

1996 wurde aus der verkehrsberuhigten Zone Katharinenstraße eine der ersten Fahrradstraßen der Stadt. Hier heißt es bis heute: Fahrräder haben grundsätzlich Vorfahrt!

" COLONIALWAREN" wurden vor 100 Jahren im Geschäft an der Katharinenstraße 51 (links) angeboten. Die Postkarte von 1905 verdanken wir unserem Leser Dieter Mehring aus Moers.

DIE VERKEHRSBERUHIGUNG VON 1979 war der Anfang für die Aufwertung des Katharinenviertels. Hier die Kreuzung Herderstraße / Katharinenstraße heute. Foto: Klaus Lindemann
Autor:
tos


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