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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Feinstaub hält Politiker in Atem
Zwischenüberschrift:
Kritik, Appelle, Pflanzaktion
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
hin OSNABRÜCK. Die hohe Feinstaub-Belastung der Osnabrücker Luft hält Politik und Verwaltung in Atem. Die Grünen fordern größere Anstregungen der Stadt, die FDP setzt auf die Eigenverantwortung der Bürger. Der Fachbereich Grün begann gestern mit dem Pflanzen von Ligustersträuchen auf den Mittelstreifen.

" Verhaltensänderungen lassen sich nicht erzwingen" Thomas Thiele, FDP-Sprecher

" Man sollte meinen, dass die Stadt mit gutem Beispiel vorangeht und in ihrem eigenen Wirkungskreis alle Möglichkeiten der Belastung so weit wie möglich reduziert", erklärt Grünen-Sprecher Michael Hagedorn. Aber: " Das Problem wird teilweise ignoriert." Hagedorn kritisiert, dass die Verwaltung Ende März den Kauf von zwei Pritschenwagen mit Dieselmotoren ausgeschrieben habe, ohne die Ausstattung mit Rußpartikelfilter verbindlich vorzuschreiben. Es müsse selbstverständlich sein, nur Neufahrzeuge anzuschaffen, die dem neuesten Stand der Technik entsprächen. Das gelte auch für Fahrzeuge der städtischen Gesellschaften wie der Stadtwerke. Hagedorn: " Es ist zwar zu begrüßen, dass die Hälfte der Stadtwerkebusse mit Partikel filtern ausgestattet ist. Das bedeutet aber auch, dass die andere Hälfte immer noch ungefiltert ihre Abgase in die Luft bläst."

Die FDP erinnerte an einen einstimmigen Beschluss des Umweltausschussses, dem ein Vorschlag der Liberalen zu Grunde lag. Demnach soll es in Zukunft eine Warnung der Bürger bei Inversionswetterlagen geben. Bei diesem Wetter kommt es nicht zu einem Austausch der kalten und wannen Luftschichten. Der Staub bleibt in der bodennahen Luft, und es bilden sich Dunstglocken. " Verhaltensänderungen lassen sich nicht erzwingen", so FDP-Sprecher Thomas Thiele. Deshalb werde die Warnung mit dem Appell verbunden, bei kritischen Wetterlagen öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen. auf Fahrten zu verzichten und den Kamin nicht anzuheizen.

Schon länger geplant war eine Pflanzaktion des Fachbereichs Grün und Umwelt, die gestern vor dem Hintergrund der Feinstaub-Diskussion an Aktualität gewann. Stadtbaurat Wolfgang Griesert, als Dezernent für Städtebau, Grün und Umwelt zuständig, setzte eigenhändig den ersten von 5000 Ligustersträuchen in die Erde in der Mitte des Kurt-Schumacher-Damms. Die Stadt werde die Mittelstreifen aller stark befahrenen Ausfallstraßen " durchgrünen", wie Griesert erklärte. Auf einer Fläche von insgesamt 1400 Quadratmetern wird niedrig bleibender Liguster heckenartig gepflanzt. Die Pflanzen sind in der Lage, Partikel aus der Luft zu filtern und zu binden.

" Umweltministerium darf nicht auf Tauchstation gehen" Dorothea Steiner, Landtagsabgeordnete

Die Landtagsabgeordnete der Grünen, Dorothea Steiner, fordert das Umweltministerium zum Handeln auf: " Es kann sich jetzt nicht mehr davor drücken, den Aktionsplan für die Stadt in Angriff zu nehmen", sagte sie. Die Grünen hätten bereits im März das Ministerium aufgefordert, gemeinsam mit der Stadt einen Aktionsplan für Osnabrück zu erstellen. " Das Umweltministerium darf nicht bis zum Herbst auf Tauchstation gehen und dann erst mit der Modellrechnung als Basis für Maßnahmen zur Luftverbesserung beginnen", kritisierte Steiner.

In Osnabrück wurde am Montag der 35. Tag mit mehr als 50 Mikrogramm Feinstaub in der Luft registriert. Nach einer EU-Richtlinie muss das Land jetzt Schritte zur Luftreinhaltung einleiten. Dazu sind eine Modellrechnung und ein Aktionsplan nötig, deren Erstellung Monate dauern wird.
Autor:
hin


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