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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Lotter Straße sticht Lokschuppen aus
Zwischenüberschrift:
Geld für Sanierungsgebiet wird umgeschichtet
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
OSNABRÜCK. Zuerst die gute Nachricht: Osnabrück bekommt Städtebauförderungsmittel, um das ehemalige Busdepot an der Lotter Straße und das Betriebsgelände der Firma Hagedorn neu zu ordnen. Die weniger gute Nachricht: Für die Umgestaltung des Ringlokschuppens gibt es kein Geld vom Land. Als städtebauliches Filetstück gilt das 4, 7 Hektar große Quartier zwischen Lotter Straße und Ernst-Sievers-Straße. Im Gespräch ist eine gemischte Nutzung: Geschäfte, Büros und Gastronomie an der Lotter Straße, Wohnhäuser in den ruhigeren Lagen an der Ernst-Sievers-Straße. Obwohl es schon Pläne für das Gebiet gibt und obwohl die Stadtwerke das alte Busdepot inzwischen geräumt haben, gibt es noch ein Hemmnis für die Entwicklung.

Die Stadt hat ein großes Interesse daran, dass die Hagedorn AG ihr Betriebsgelände auslagert, weil in direkter Nachbarschaft keine andere Nutzung möglich ist. Der Kunststoffhersteller ist zwar kooperativ, will den Umzug zum Standort Lingen aber nicht aus eigener Tasche bezahlen. Für die Stadt bahnen sich weitere Ausgaben an, etwa im Zusammenhang mit Altlasten. Eine Studie des Fachbereichs Städtebau beziffert die unrentierlichen Kosten für den Kernbereich des Untersuchungsgebiets mit 12, 1 Millionen Euro. In der Hoffnung auf Landeszuschüsse wurde das Quartier inzwischen als Sanierungsgebiet ausgewiesen.

Mit Erfolg: " Die Lotter Straße ist eines der wenigen Sanierungsgebiete, die für 2006 aufgenommen wurden", freut sich Stadtbaurat Wolfgang Griesert. Für die Stadt hat die Sache allerdings einen Haken: Das Geld muss umgeschichtet, also an anderer Stelle eingespart werden. Deshalb soll das Sanierungsgebiet Güterbahnhof aufgegeben werden. Schon seit Jahren geht es dort nicht voran. Seit 200.3 besteht / war ein rechtskräftiger Bebauungsplan, aber die Flächen sind immer noch Eigentum der Aurelis, einer Gesellschaft, die sich auf die Vermarktung ehemaliger DB-Flächen spezialisiert hat.

" Die Mittel für den Güterbahnhof sind jahrelang reserviert, aber nicht abgerufen worden", erklärt Griesert. Früher oder später hätte das Land sie sicherlich einkassiert, gibt er zu bedenken. Auch Franz Schürings, der Leiter des Fachbereichs Städtebau, hält den Verzicht auf ein Sanierungsgebiet Güterbahnhof für vertretbar. Für das geplante Gewerbegebiet gebe es ohnehin keine öffentlichen Zuschüsse. Und für die Erschließung neuer Straßen, etwa die Umlegung der Frankenstraße, bestehe weiterhin Hoffnung auf Fördermittel. Fehlen werde das Geld aller-d' n.-vs beim Ringlokschuppen und seinem Umfeld. Da werde es nun um so schwieriger, eine Folgenutzung zu finden.

KOMMENTAR

Wer gab das Signal?

Weststadt gegen Fledder - da steckt Sprengstoff drin. Wenn die Stadt jetzt ihre Kräfte auf das Quartier Lotter Straße konzentriert und damit de facto die Pläne für eine Wiederbelebung des Ringlokschuppens auf unbestimmte Zeit vertagt, wird das nichtüberall Begeisterung auslösen.

Für die Lotter Straße spricht, dass es konkrete Pläne gibt und dass sie sich zeitnah verwirklichen lassen. Letztlich also eine Abwägung, die dem Stadtrat obliegen müsste. Doch der hat sich gar nicht damit befasst. Die Entscheidung sei in Hannover gefallen, sagt Stadtbaurat Griesert.

Das mag ja sein. Aber sicherlich nicht ohne geeignete Signale aus Osnabrück. Die Frage ist nur: Wer hat die eigentlich gegeben?

rll@ neue-oz.de

Bildunterschriften:

Dafür gibt es Geld: Der Kunststoffhersteller Dafür gibt es kein Geld: Auf demGüterbahn-Hagedorn zieht um nach Lingen. Foto: E.Seiier hof geht es nicht voran. Foto: G. Westdörp
Autor:
Rainer Lahmann-Lammert


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