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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
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Überschrift:
Minister setzt auf Ideen der Jäger
Zwischenüberschrift:
Sander zu Gast bei der Jägerschaft
Artikel:
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Originaltext:
Minister setzt auf Ideen der Jäger

Sander zu Gast bei der Jägerschaft

Osnabrück (klu) Die Stimmung auf der Jahreshauptversammlung der Jägerschaft Osnabrück Stadt hatte kaum besser sein können. Der niedersächsische Umweltminister Hans-Heinrich Sander als Gastredner übte den Schulterschluss mit den Waidmännern.

Im Anschluss an die Hegeschau blies die Bläsergruppe Osnabrück zur Begrüßung der rund 200 Jäger, die sich im Autohaus Rahenbrock versammelt hatten. Der Vorsitzende Peter H. Konermann berichtete, dass 21 Jungjäger die Jägerprüfung bestanden hätten. Der erste Crashkurs, der in nur zwei Wochen zur Prüfung führt, sei erfolgreich gewesen. Alle Teilnehmer dieses Kurses hätten bestanden. Auch die Jugendarbeit, mit der die Jäger zu mehr Verständnis für die Natur beitragen wollen, wertete Konermann als Erfolg. An der Aktion " Mit dem Jäger ins Revier" hatten rund 500 Grundschüler teilgenommen.

Kreisjägermeister Antonius Albers gab die Strecke 2004 / 2005 bekannt. Insgesamt seien 6 210 Stück Wild auf den rund 6 000 Hektar der vier Hegeringe geschossen worden. Mit 278 Stück Rehwild habe man nur 84, 8 Prozent des Abschussplans erfüllt. Der Grund: Das Wild in Stadtnähe werde immer mehr zu " Nachtwild" und damit deutlich schwerer zu jagen. Albers freute sich über eine erhöhte Hasen-Strecke: 514 Hasen wurden geschossen, im Vorjahr waren es 487.

233 Wildkaninchen (Vorjahr: 138) blieben auf der Strecke. Vor einigen Jahren waren noch bis zu 3 000 gewesen, bis die Population plötzlich zusammenbrach.

Vor allem dem Niederwild komme die Jagd auf den Fuchs zugute, insgesamt wurden 68 Füchse (Vorjahr: 65) zur Strecke gebracht. 32 Steinmarder (43), 25 Iltisse (28), zwei Hermeline, vier Baummarder und drei Dachse wurden geschossen, des Weiteren 440 Fasane (472), 1 748 Ringeltauben (2 803), 23 Türkentauben, 15 Grau- und drei Kanadagänse, 603 Stockenten, neun Waldschnepfen, fünf Blesshühner und sieben Silbermöwen. Erfreulich sei die Tendenz bei den Abschusszahlen der Rabenkrähen, so Albers. Hier lagen 522 auf der Strecke, im Vorjahr waren es noch 457. Mit den Ringeltauben verursachten die Rabenkrähen jährlich Fraßschäden von 18 000 Euro. 492 Elstern (558) blieben auf der Strecke.

Minister: Jagdsteuer ist eine Neidsteuer

Hans-Heinrich Sander, der niedersächsische Umweltminister befand: " Naturschutz und Jagd sind nicht zwei Seiten einer Medaille, sondern eine", betonte Sander gleich zu Beginn. Natur- und Artenschutz könne man nur gemeinsam mit Landwirten, Jägern und Fischern betreiben. " Ich weiß bei Ihnen, dass Sie an Lösungen interessiert sind." Auch gegen die Jagdsteuer zog der Minister zu Felde. Sie sei eine Neidsteuer, man bestrafe damit diejenigen, die sich für die Natur einsetzten. Sander plädierte dafür, staatliches Engagement zurückzunehmen und Bauern und Jäger zu mehr Initiative zu ermuntern, denn die kennten die Probleme am besten: " Wir brauchen Ihre Erfahrungen und Ideen, wo sich der Staat zurücknehmen

GEWEIH? NEIN, GEHÖRN. Kreisjägermeister Antonius Albers (links) informierte Umweltminister Hans-Heinrich Sander (Mitte) mit Peter H. Konermann (r.) über die Abschusszahlen bei Rehböcken und anderem Wild. Foto: Thomas Osterfeld
Autor:
klu


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