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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Kastanie wird heute gefällt
 
Mit gesunder Natur pfleglich umgehen
 
Sünde
 
Laub und Schatten
Zwischenüberschrift:
Nachbarn kündigen Proteste an
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Weststadt Ein Aufschrei ging gestern durch das Katharinenviertel. Anwohner wollen protestieren, wenn heute um 7 Uhr eine gesunde Kastanie an der Rolandstraße 7 gefällt wird.

Der Bürgerverein Katharinenviertel appelliert an die Eigentümergemeinschaft, sich auf ihre Verantwortung gegenüber dem Gemeinwohl zu besinnen und die Entscheidung zu korrigieren. Aus juristischer Sicht sei die Rodung zwar legal, gesunde Bäume, die Feinstaub filterten und die Luftqualität verbesserten, dürften aber nicht aus subjektiven Gründen abgeholzt werden, fasst der Vorsitzende Dr. Manfred Haubrock zusammen.

Der Bürgerverein fordert den Rat auf, nach der Abschaffung der Baumschutzsatzung eine rechtsverbindliche Regelung zu schaffen, dass sich solche " Sündenfälle" nicht wiederholen.

Die Eigentümergemeinschaft will den Baum fällen lassen, weil sie keine Blätter in der Dachrinne und keine verschatteten Räume will. Heinz-Jürgen Wittland, der Geschäftsführer des Stephanswerks, sprach gestern noch einmal mit den Eigentümern und konstatierte, es gebe eine " Interessenkollision". An der Entscheidung änderte sich jedoch nichts. Das Stephanswerk ist zuständig für die Hausverwaltung.

Heute werden die Mitarbeiter der beauftragten Gartenbaufirma an der Rolandstraße erwartet. Bewohner des Katharinenviertels wollen gegen die Rodung protestieren.

Leser schreiber der Redaktion

Diese Veröffentlichungen geben die persönlichen Ansichten des Einsenders wieder. Kürzungen vorbehalten.

Mit gesunder Natur pfleglich umgehen

Reaktionen auf die Ankündigung, eine alte Kastanie an der Rolandstraße zu fällen.

" Wir sind als ansässiges Unternehmen der Auffassung, dass gerade der , grüne" Charakter die Rolandstraße als Wohn- und Geschäftsviertel entscheidend prägt und damit wesentlich zur Wohn- und Lebensqualität beiträgt. Nicht nur für die Anwohner, sondern auch für unser Unternehmen ist dieser besondere Charakter auch hinsichtlich der Standortfrage ein Entscheidungskriterium. Umso unverständlicher erscheint uns die Entscheidung der Eigentümergemeinschaft, die offensichtlich Partikularinteressen über ein übergeordnetes Interesse am Charakter und Erscheinungsbild eines Wohnviertels stellt. Zudem sind wir der Überzeugung, dass der nunmehr als offensichtlich nicht mehr haltbar empfundene Zustand der , Verschattung' und des Laubbefalls von Regenrinnen wahrscheinlich schon länger besteht - angesichts des Alters des Baumes gehen wir davon aus, dass dieses auch schon zum Zeitpunkt des Bezuges so war und wohl auch seinerzeit als Entscheidungskriterium beim Erwerb von Wohneigentum in Betracht gezogen wurde... Wir geben darüber hinaus zu bedenken, dass wir es als gesellschaftliche, mithin übergeordnete Aufgabe sehen, mit einem Stück gesunder Natur - insbesondere in einer innenstadtnahen Lage pfleglich und achtsam umzugehen. Mit der Entscheidung der Eigentümergemeinschaft wird alles Engagement für einen pfleglichen Umgang mit unserer Umwelt jedoch ad absurdum geführt..."

Volker Lüdemann

Spiekermann & CO Aktiengesellschaft

Rolandstraße 10

Osnabrück

Sünde

" Jedes Mal, wenn ich in die Rolandstraße fahre, freue ich mich über diesen Baum. Für mich ist diese Kastanie die Königin der Rolandstraße. Die geplante Rodung dieses starken und gesunden Baumes mit seiner natürlichen Fähigkeit, Luft zu filtern, ist eine Sünde."

Margret Spiekermann

Rolandstr. 10

Osnabrück

Laub und Schatten

" Mit Entsetzen lese ich den Artikel über das Fällen der 100 Jahre alten und gesunden Kastanie an der Rolandstraße. Ich möchte doch zu bedenken geben, dass dieser Baum wohl schon gepflanzt war, als die meisten Häuser dort an der Rolandstraße gebaut wurden. Ich möchte auch auf die... positiven Eigenschaften dieses Baumes hinweisen und finde, dass alle Anwohner dann selbst mindestens fünf Bäume pflanzen sollten, damit dieser großartige Baum ersetzt wird. Nochmals weise ich auf das irrsinnige Fällen eines Baumes hin - nur weil Laub und Schatten stören - und finde es von der Stadt doch verantwortungslos, dass dieses genehmigt wurde..."

Gisela Wallenhorst

Küsterskamp 29

Wallenhorst
Autor:
rll, Volker Lüdemann, Margret Spiekermann, Gisela Wallenhorst


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