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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
Ärger mit der bunten Mischung
Zwischenüberschrift:
CDU Voxtrup kritisiert Thiel
Artikel:
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Originaltext:
Ärger mit der bunten Mischung

CDU Voxtrup kritisiert Thiel

OSNABRÜCK swa. Die CDU Osnabrück hat mit ihren 81 Kandidaten für den neuen Stadtrat den Bürgern " eine bunte Mischung aus den verschiedensten gesellschaftlichen Bereichen" anzubieten. So weit die offizielle Sicht des Kreisvorstandes. In Voxtrup hat die Kandidatenkür beim Kreisparteitag aber erheblichen Flurschaden angerichtet.

Der Grund: Der ursprüngliche Vorschlag der Ortsverbände Voxtrup und Schölerberg / Fledder für den Wahlbereich 3 wurde umgekrempelt. Am Ende stand nicht mehr Hermann Hüdepohl auf Platz drei, sondern Franz-Josef Schwack. Der war von den beiden Ortsverbänden eigentlich nur für Platz sechs vorgesehen. Was Hüdepohl vor allem berührte, war die Begründung von CDU-Ratsfraktionschefin Irene Thiel für den Plätzetausch vor der versammelten Partei: Einerseits habe sich Schwack in langen Jahren im Rat und als sozialpolitischer Sprecher der Fraktion als große Hilfe und Stütze erwiesen. Andererseits habe der Ratsnachrücker Hüdepohl noch nicht in dem Maße Verantwortung übernommen.

Hüdepohl war noch am Tag danach geschockt. " Ich sehe die vorsätzlich in Kauf genommene Herabsetzung meiner Person als starken Vertrauensbruch an", sagte er auf Anfrage unserer Zeitung. Rückendeckung bot ihm die Voxtruper CDU-Chefin Eva-Maria Westermann, in Wahlbereich 3 auf Listenplatz zwei. Sie fand die Thielsche Beurteilung von Hüdepohls Arbeit " unglücklich und unfair" dazu: " Herr Hüdepohl setzt sich seit vielen Jahren erfolgreich für Voxtrup und die CDU ein." Das habe sich in einem sehr guten Wahlergebnis niedergeschlagen. Auch im Rat habe er Akzente gesetzt.

Auch Schwack habe ein gutes Wahlergebnis geholt, konterte CDU-Kreisvorsitzender Burkhard Jasper. Von allen Kandidaten mit Listenplatz drei habe er bei der letzten Kommunalwahl die meisten Stimmen eingefahren. Irene Thiel hätte sich deshalb auch nicht gewundert, wenn Schwack seinerseits eingeschnappt gewesen wäre, weil ihn die Voxtruper Parteifreunde nur auf den sechsten Platz gesetzt hatten. Und überhaupt: Die endgültige Liste sei vom Kreisparteitag demokratisch beschlossen. Fazit des Kreisvorstandes zur Kandidatenkür insgesamt: " Die Listen verdeutlichen: Die CDU ist die Volkspartei in Osnabrück. Unsere Kandidaten sind kompetent, bekannt und bürgernah. Mit diesen Kandidaten haben wir eine gute Chance, die Wahl zu gewinnen."

KOMMENTAR

Von Michael Schwager

Lieber bunt als zu bunt

Eine bunte Mischung ist schön. Und die Mischung, die der CDU bei ihrer Kandidatenaufstellung gelungen ist, kann man in der Tat als bunt bezeichnen. Vom emeritierten Uni-Professor zum Studenten, von der alteingesessenen Bäuerin bis zur Zuwanderin und dem DBU-Generalsekretär stehen ganz viele Farben des gesellschaftlichen Spektrums zur Auswahl.

Dennoch wurde es den Voxtrupern bei der Listen-Komposition zu bunt. Ihr Ärger über die Umstände der Listenplatzierungen erscheint außen Stehenden vielleicht kleinlich. Sicher aus CDU-Sicht auch unklug, weil solche in aller Öffentlichkeit auf Parteitagen ausgetragenen Zwistigkeiten natürlich die Chancen der CDU bei der Kommunalwahl im September schmälern. Dass der Streit trotzdem nicht unter dem Deckel gehalten werden kann, deutet allerdings auf einen tiefer gehenden Riss hin.

m.schwager@ neue-oz.de
Autor:
swa


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