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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
Nur ein Anlieger
 
Zugang verwehrt
Artikel:
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Originaltext:
Nur ein Anlieger

Ein betroffener Anwohner zu den Berichten vom 9. und 14. März: " Stadt hilft den Anliegern, weil ein Meter fehlt" und " Es fehlt nicht nur ein Meter":

" Als Mitglied der Eigentümergemeinschaft Dielingerstraße 42 muss ich der Berichterstattung der NOZ zum Bebauungsplan Nr. 200 (Dielingerstraße, Ost) widersprechen [...]

Die geplante Neuregelung betrifft drei Anlieger, denen ein Geh- und Fahrrecht über unser Grundstück eingeräumt werden soll. Tatsächlich geht es nur um die Wünsche eines einzigen Anliegers (Krahnstraße 19), da von den anderen beiden Grundstücken eines rückseitig gar nicht genutzt wird und mit dem Eigentümer des dritten Grundstücks längst eine privatrechtliche Nutzungsvereinbarung besteht [...]

In dem einzigen strittigen Fall geht es darum, dass dieser Anlieger sein Ladengeschäft zur Krahnstraße (ca. 1977) vergrößert hat und dabei den Hauseingang zu den Obergeschosswohnungen kurzerhand nach hinten zu unserem Innenhof verlegt hat. Die Bewohner gehen jetzt über unser Grundstück, wenn sie zu ihren Wohnungen wollen. Obwohl dieses Vorgehen des Eigentümers sicherlich eine Eigenmächtigkeit darstellt, hat unsere Eigentümergemeinschaft es stets geduldet.

Wir wehren uns aber dagegen, dass dieser Anlieger nun auch noch ein Fahrrecht zur Rückseite seines Grundstückes erzwingen will. Für sein Ladengeschäft ist es nicht erforderlich, er betreibt es seit Jahrzehnten ohne dieses Fahrrecht.

Wir würden jedoch mehrere Stellplätze verlieren [...] Wir fragen uns, warum die Stadt sich für die Wünsche eines Einzelnen derartig massiv einsetzt und unsere begründeten Interessen einfach hintanstellt.

Ausdrücklich heißt es in der städtischen Begründung, dass die Planungsänderung den Grundstüsckseigentümer Krahnstraße 19 in die Lage versetzen soll, gerichtlich erfolgreich gegen uns vorzugehen. Was soll das?

Wolfgang Krause

Dielingerstraße 42b

Osnabrück

Zugang verwehrt

Zum selben Thema äußert sich der Rechtsanwalt des angesprochenen Geschäftsmanns:

"[...] Sanierungsziel der Stadt Osnabrück waren neben der Einrichtung der Fußgängerzone in der Krahnstraße die rückwärtige Erschließung der Grundstücke über den Innenhof. Dieses Ziel wurde für die Anlieger der Krahnstraße nicht erreicht, da das Geh- und Fahrrecht nicht ganz an die Grundstücksgrenzen heranreicht. Es fehlt ein Meter.

Diesen Umstand haben einige Anlieger der Dielingerstraße dazu ausgenutzt, um den Anliegern der Krahnstraße den Zugang zu den Grundstücken über den Innenhof zu verwehren. Am 20. Juni 1997 wurde sogar ein Holzzaun vor einem Haupteingang an der Rückseite errichtet und die Anlieger der Krahnstraße eingesperrt.

Erst durch Einschaltung des Amtsgerichts Osnabrück konnte der Holzzaun unter Androhung von Ordnungsgeld gegen die Anlieger der Dielingerstraße wieder beseitigt werden. Den Anliegern der Krahnstraße wurde die Zufahrt durch den Innenhof durch eine Schranke verwehrt und der Zugang durch ein Eisentor beeinträchtigt.

Eine vertragliche Einigung konnte wegen einiger weniger Eigentümer nicht getroffen werden. Deshalb will jetzt die Stadt Osnabrück den Anliegern der Krahnstraße durch die Änderung des Bebauungsplanes helfen. In erster Linie geht es um ein Gehrecht.

Das Fahrrecht wird nur für Notfälle (Krankenwagen, Feuerwehr) benötigt. Die Lebensqualität von hundert Anwohnern werden deshalb durch die Planänderung nicht beeinträchtigt. Die Hauseingänge waren immer an der Rückseite der Krahnstraße. Es soll ein dreißig Jahre langer Rechtsstreit beendet werden [...)"

Dr. Christian Mohrbutter

Georgstraße 7 / 9

Osnabrück
Autor:
Wolfgang Krause, Dr. Christian Mohrbutter


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