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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
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Überschrift:
Neue Pumpen schaffen das Doppelte
Zwischenüberschrift:
Fortschritte an der Schleuse
Artikel:
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Originaltext:
Neue Pumpen schaffen das Doppelte

Fortschritte an der Schleuse

klu OSNABRÜCK. Das neue Pumpwerk an der Haster Schleuse nimmt Gestalt an, mittlerweile sind die Zimmerleute bei den Richtarbeiten angelangt. Voraussichtlich im Herbst können neue leistungsstarke Pumpen die alte Technik aus der Kaiserzeit ablösen.

Langsam senkt der Kran die Sparren ab, die in Zukunft das Pultdach des neuen Pumpwerks tragen werden. Das Vernageln der Sparren auf den so genannten Fußfetten ist Arbeit für einen Vormittag, dann sind die Richtarbeiten abgeschlossen.

" Bisher ist alles im Plan", freut sich Thomas Vocke vom Wasser- und Schifffahrtsamt Minden, der hier die Bauaufsicht innehat. Im Herbst soll dann alles fix und fertig sein.

Grund für die Arbeiten an der Haster Schleuse ist der Zustand des bisherigen Pumpwerks, denn bis heute müssen die Schiffe die fünfeinhalb Meter Gefälle stadteinwärts mithilfe von Pumpen aus der Kaiserzeit überwinden. Gebaut wurde die Schleuse zwischen 1912 und 1915, aus der Zeit stammen auch die Vakuumpumpen, die 1, 4 Kubikmeter Wasser pro Sekunde in die Schleusenkammer pumpen können.

4 400 Kubikmeter - 4, 4 Millionen Liter Wasser - braucht es in der Schleusenkammer, um das Gefälle auszugleichen. Doch der Zahn der Zeit nagt an den alten Maschinen, das Pumpwerk ist undicht, die Unterhaltung der 90 Jahre alten Technik wird immer teurer und aufwändiger. Aus diesem Grund wird seit Juli 2005 ein neues Pumpwerk gebaut.

Im Gegensatz zu den museumsreifen Vorgängern sollen die neuen Pumpen zum Teil im Wasser stehen und sofort anspringen, wenn ein Schiff die Schleuse passieren will. Auch die Leistung der neuen Maschinen wird deutlich größer sein: Mit 2, 8 Kubikmeter Wasser pro Sekunde schaffen die neuen Pumpen das Doppelte ihrer wilhelminischen Vorfahren. Doch ganz will man auf die alte Technik nicht verzichten, zumindest nicht am Anfang. " In den ersten vier Wochen nach der Fertigstellung lassen wir beide Pumpwerke zur Sicherheit parallel laufen. Wenn dann alles klapptt wird komplett auf die neuen Pumpen umgeschaltet", erklärt Vocke.

Richtfest wird an der Haster Schleuse zwar nicht gefeiert, aber die Richtarbeiten am neuen Pumpwerk laufen schon. Foto H Kemme
Autor:
klu


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