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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
Klare Absage an den Bleifuß
Zwischenüberschrift:
Neues Display gegen Raser
Artikel:
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Originaltext:
Klare Absage an den Bleifuß

Neues Display gegen Raser

gil OSNABRÜCK. Rasant über die Straßen preschen - für etliche Autofahrer das Höchste. Bekommen sie aber, wenn nötig, den Bleifuß runter vom Gas? Dabei nachhelfen will die Stadt Osnabrück jetzt mit einer neuen psychologischen Variante der Selbstkontrolle: So genannte Dialog-Displays kommen ab Sommer in Eversburg und Sutthausen zum Einsatz.

Nach Berlin, Frankfurt und Chemnitz will jetzt auch Osnabrück Kontrolle auf die sanfte Tour ausüben. Freundliche Botschaften sollen anstelle von Radarfallen für Verkehrssicherheit sorgen. Getreu der psychologischen Weisheit, dass Belohnen

" Wir wollen mehr auf die Psyche einwirken"

Hans-Jürgen Apel, Verkehrsplaner

mehr bewirkt als Abstrafen. Als Schild in Form einer Ellipse steht das Display am Straßenrand, zeigt lachende Kinder und fordert " Langsamer" bei zu viel Gas. Wenn das Tempo bei der nächsten Induktionsschleife stimmt, leuchtet ein " Danke" auf.

Gegenüber seinem Vorgänger, der in Osnabrück bekannten Tafel mit digitaler Tempoanzeige, wird hier auf direkte Ansprache gesetzt. " Wir wollen wegkommen von den Zahlen und mehr auf die Psyche einwirken", erklärt Verkehrsplaner Hans-Jürgen Apel. Deshalb habe der Stadtentwicklungsausschuss beschlossen, zwei der zirka 3 900 Euro teuren Messanlagen zu erwerben. Am Sutthauser Bahnhof und an der Atterstraße in Eversburg sollen sie dann stadteinwärts die Tempo-30-Abschnitte in Höhe der Mittelinseln überwachen. Und später auch andere Stellen im Stadtgebiet.

Da die Anlagen alle Einzelgeschwindigkeiten wenn auch nicht anzeigen, so doch registrieren können, wird gleichzeitig die Wirksamkeit überprüft werden. Apel verweist auf positive Erfahrungen in Berlin: " Nach ein bis zwei Wochen stellt sich der Erfolg ein", besage eine Pilotstudie der Senatsverwaltung. " Die Geschwindigkeit wird dauerhaft gesenkt; selbst nach längerer Zeit tritt kein Gewöhnungseffekt auf." Auch der ADAC hat von Vorteilen berichtet.

Die alten Tempo-Anzeigen wurden auch schon zur Messung von Höchstgeschwindigkeiten zweckentfremdet. Vom Schledehauser Weg sei das mal gemeldet worden, sagt Apel.

Wer vom Gas geht, wird mit lächelnden Kindern belohnt.
Autor:
gil


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