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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Schöne Zimmer mit Haseblick
Zwischenüberschrift:
Das Hotel Kaiserhof an der Flaniermeile Herrenteichswall
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
tos OSNABRÜCK. Vor 100 Jahren konnten Reisende noch im Hotel Kaiserhof an der Herrenteichsstraße absteigen: Dort gab es Zimmer mit Blick auf die Hase und im Erdgeschoss ein Cafe mit gediegener Einrichtung, das zum Verweilen einlud.

Das Hotel gibt es längst nicht mehr. Es schloss noch vor dem Zweiten Weltkrieg seine Pforten. Nach Kriegsende entstand an gleicher Stelle ein neues Gebäude, in dem zurzeit noch das Wilhelmstift untergebracht ist.

In den Jahren nach der Eröffnung des ersten Osnabrücker Bahnhofes begann die Stadt vom zunehmenden Reiseverkehr zu profitieren. Rings um den Hannoverschen Bahnhof entstand ein neues Viertel. Neben den Wohn- und Geschäftshäusern etablierten sich zahlreiche für den Reiseverkehr eingerichtete Gasthäuser, Cafès und Hotels.

In den 1880er Jahren ließ Kaufmann Wittkop an der Herrenteichsstraße das Hotel Kaiserhof im repräsentativen Stil der Zeit erbauen.

Die Fassade des imposanten, klar gegliederten Baus wies in Richtung Hase. Hotelgäste hatten damals sicher einen schönen Blick auf das idyllische Flüsschen. Im Sommer unternahmen Ausflügler hier kleine Ruderpartien, und im hoteleigenen Biergarten konnten Gäste direkt an der Hase lauschige Sommerabende genießen.

Die Herrenteichsstraße war um 1900 eine beliebte Flaniermeile mit zahlreichen Geschäften und Lokalitäten.

Der Abschnitt der Hasepartie war hier umsäumt mit einem filigranen, aufwändig gestalteten Geländer, und schmucke Gaslaternen beleuchteten abends die Gehwege.

Als das Hotel Jahre später verkauft wurde, fand das beliebte Kaisercafè einen neuen Standort am Nikolaiort. Das frühere Hotel wurde zum Altersheim umgebaut. Während des Zweiten Weltkrieges wurde das eindrucksvolle Gebäude wie fast der gesamte Straßenzug bis auf die Umfassungsmauern zerstört. Am selben Standort entstand ein neuer Gebäudekomplex, in dem die " Fachschule für Kindergärtnerinnen und Hortnerinnen" untergebracht wurde.

In dem Bau mit dem markanten, vorgelagerten Ein-

Zeitreise

gangsbereich büffeln heute die Schüler der " Katholischen Berufsbildenden Schulen im Wilhelmstift".

Aber nicht mehr lange: Das Wilhelmstift zieht zur Großen Domsfreiheit um, wo derzeit ein neues Gebäude errichtet wird. Das Textilkaufhaus Lengermann und Trieschmann (L + T) wird das Haus nach Auszug übernehmen.

Imposante Fassade mit Blick auf die Hase: Das Hotel Kaiserhof auf einer alten Postkarte. Das Motiv hat uns Dieter Mehring aus Moers zur Verfügung gestellt.

Ein schlichter Nachkriegsbau erhebt sich heute an Stelle des Hotels Kaiserhof. Foto: M. Hehmann
Autor:
tos


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