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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
"Gesundheit von Kindern schon früh gefährdet"
Zwischenüberschrift:
Diskussion zum "Reizthema Feinstaub"
Artikel:
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Originaltext:
" Gesundheit von Kindern schon früh gefährdet"

Diskussion zum " Reizthema Feinstaub"

Osnabrück (KMOE)

Er scheint so gefährlich und im schlimmsten Fall sogar eine tödliche Bedrohung zu sein wie das Rauchen: der Feinstaub. Seit kurzem erst ist das Thema in der Diskussion, dabei sitzt der Staub schon seit Jahren in den Atemwegen der Menschen, wie bei einer Gesprächsrunde in der Lagerhalle deutlich wurde.

" Feinstaub - eine kollektive Hysterie?" war der Abend der Grünen überschrieben, bei dem sich Politiker, Verwaltungsmitarbeiter und der Kinderarzt und Umweltmediziner Dr. Thomas Lob-Corcilius in einer öffentlichen Podiumsdiskussion mit dem Problem auseinander setzten. Die Gesundheitsschädlichkeit von Feinstaub sei erst jüngst zum Reizthema geworden, obwohl sie schon lange bekannt sei, so Lob-Corcilius. " Früher" seien die feinsten Partikel des Staubes in Größen von rund einem Millionstel Millimeter " nicht messbar" gewesen.

Mediziner hätten nach Studien in den USA allerdings schon 1993 auf " eine überdurchschnittlich hohe Sterblichkeit" in Folge von Feinstaubbelastung hingewiesen. Beim Hinblick auf den Plötzlichen Kindstod habe eine Studie gezeigt, " dass zehn Prozent der Todesfälle ursächlich mit Feinstaubbelastungen zusammenhängen", so der Mediziner. Begünstigt würden bei Erwachsenen Herzinfarkt, Schlaganfall und Schwächung des Kreislaufs.

" Entscheidend ist aber auch, dass Kinder während der Entwicklung der Lunge in den ersten beiden Lebensjahren bereits Schaden nehmen können. Es ist das größte, die Außenluft betreffende Problem, das wir überhaupt haben", unterstrich der Arzt.

Dorothea Steiner, umweltpolitische Sprecherin der Grünen-Landtagsfraktion, erklärte, dass die Landesregierung durch das Bundesimmissionsschutzgesetz seit Beginn dieses Jahres zu Aktionsplänen sowie einem Luftreinhalteplan verpflichtet sei.

Für Osnabrück bedeute dies vor allem, dass der Messcontainer, den das Land der Stadt zur Verfügung stellen will (wir berichteten), bald aufgestellt werden soll, legte Detlef Geräts für den Fachbereich Grün und Umwelt dar.

Kommission sucht heute Schwerpunkte

Am heutigen Donnerstag wird sich eine Kommission der Landesumweltbehörde vor Ort ein Bild davon machen, wo die Belastungsschwerpunkte für die Luft durch hohes Verkehrsaufkommen liegen.

Zudem soll die einzige Messstation in Osnabrück, am Ziegenbrink, bald mit Instrumenten erweitert werden, die " wesentlich besser" klären könnten, welcher Feinstaubanteil durch außerörtliche Landwirtschaft oder etwa überörtlichen Verkehr entstehe, so Gerdts.

Michael Hagedorn, Fraktionschef der Grünen im Rat, betonte, dass die politische Diskussion zum Verkehr in der Stadt durch das Thema erneut angefacht werden dürfte.
Autor:
KMOE


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