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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Neumarkttunnel: Trennmauer schon gezogen
Zwischenüberschrift:
Zwei Geschäftsleute haben schon neue Verträge - Neues Angebot, den alten Teil zu mieten
Artikel:
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Originaltext:
Neumarkttunnel: Trennmauer schon gezogen

Zwei Geschäftsleute haben schon neue Verträge - Neues Angebot, den alten Teil zu mieten

Osnabrück (d.) Zwei der Tunnelmieter, die trotz des Umbaus aushaken, haben bereits Verträge für den bald sanierten, kleineren Teil unterschrieben, die anderen sind noch unschlüssig. Einig sind sich alle Geschäftsleute: Die derzeitige Situation geht wegen der Umsatzeinbrüche an die Existenz.

" Hirnrissig" nennt Konditor Reinhard Coppenrath das Hinweisschild " Durchgang zur Großen Straße frei", zu sehen von der Fußgängerampel am Landgericht. Kunden kämen die Rampe von der Großen Straße hinunter zu ihnen, irrten dann aber herum, denn der direkte Weg von der Johannisstraße sei versperrt.

Seit der vordere Teil des Tunnels abgeriegelt ist und saniert wird, gibt es für die verbliebenen Geschäftsleute im hinteren Teil immer weniger Kunden. Mit Entsetzen haben sie gesehen, dass quer durch den alten Tunnel schon eine Mauer gezogen

Eine Rampe wurde geschlossen

worden ist und damit Fakten geschaffen worden seien.

Coppenrath, Josef Beike von der Modefirma Olsen, Gabriele Herzog und ihr Partner Hans Wessels vom Schmuck An- und Verkauf, Blumenhändler Klaus Molitor und Heidrun Meyer von Früchte Rosemann klagen über Umsatzeinbrüche von gut 50 Prozent, seit auch noch die Rampe von der Johannisstraße geschlossen wurde. " Die Bürger verstehen nicht, was sich hier abspielt und warum der Tunnel geteilt wird", sagt Coppenrath. Ihm ist es wichtig, allen zu sagen: Im Tunnel ist noch (Geschäfts-) Leben.

Bis zum Ende des Jahres soll der vordere Teil saniert und dann der gesamte Mitteltrakt geschlossen werden. Wer von den verbliebenen Geschäftsleuten möchte, kann dann in den sanierten Teil umziehen. Erreichbar wäre er dann wieder über die Rampe der Johannisstraße und die Rolltreppe an der Großen Straße.

" Ich habe einen neuen Vertrag unterschrieben", berichtet gestern Blumenhändler Molitor, und auch der Früchteladen wird in einigen Monaten in den sanierten Teil umziehen. Die anderen zögern noch, wollen wissen, in welches Umfeld sie ziehen. Es

Fußgänger auf der Busspur

gebe Gerüchte, jemand wolle Spielautomaten aufstellen, und daneben könnten sie mit ihrem Sortiment keine Geschäfte machen.

Hans Wessels will sogar noch einmal an den Oberbürgermeister und die Parteien schreiben: " Ich würde gern den hinteren, unsanierten Teil mieten und weitervermieten und hoffe auf eine Antwort." Die Mauer, die den Tunnel teile, mache die unterirdische Passage, in Zukunft unattraktiv. " Bliebe er so groß wie früher, hätte der Tunnel aber eine Chance", meint er.

Währenddessen sind oberirdisch die alten Pavillons abgerissen, nur noch ein Fahrstuhl und die in Holz verpackten Rolltreppen und Eingänge ragen empor. In den kommenden Monaten wird dort ein Baulager für die Sanierungsarbeiten im Tunnel eingerichtet.

Problematisch ist die Verkehrssituation. Viele Menschen, die, von der Johannisstraße kommend, über die Fußgängerfurt gehen und zu den Bussen wollen, laufen am Bauzaun entlang und damit direkt auf der engen Busspur. Die Bauleute hatten Ende vergangener Woche mit Baken und Bändern einen kleinen Fußweg eingerichtet. " Doch der ist wieder verschwunden", berichten sie. Seitdem beobachten sie ein gefährliches Nebeneinander von Bussen und Fußgängern.

HINTER DER PLANE sehen Reinhard Coppenrath und Klaus Beike (links) schon die neue Mauer quer durch den Tunnel.

EIN NEUES AUSSEHEN hat der Eingangsbereich Große Straße, seit die Pavillons abgerissen wurden. In den kommenden Monaten wird an dieser Stelle ein Baulager für die unterirdische Tunnelsanierung entstehen. Fotos: Klaus Lindemann

GEFÄHRLICHES Nebeneinander zwischen Fußgängern, die den Weg abkürzen wollen, und den Bussen.
Autor:
d.


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