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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Buga als Motor der Wirtschaft
Zwischenüberschrift:
Expertin vergleicht Gartenschauen - Piesberg einfach der Natur überlassen?
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
hin OSNABRÜCK. Der Titel der Studie ist eindeutig: " Gartenschauen - Motor für Landschaft, Städtebau und Wirtschaft". Luise Preisler-Holl verzichtet auf ein Fragezeichen. Das gelte auch für eine Bundesgartenschau in Osnabrück, sagt sie. Die Stadt müsse nur " klug überlegen", ob sie die Belastung tragen könne.

Die Diplom-Ingenieurin vom Deutschen Institut für Urbanistik in Berlin hat Daten über die Gartenschauen der vergangenen Jahrzehnte in Deutschland zusammengetragen. Der Expertin für " Freiraumplanung und Stadtumbau" ging es vor allem um Konzepte und Inhalte der Gartenschauen. " Ich merke aber, dass die Finanzierung immer mehr das zentrale Thema wird."

So auch in Osnabrück, wo sie auf Einladung von OS-Radio und Lagerhalle mit Oberbürgermeister Hans-Jürgen Fip, Prof. Dirk Manzke (Fachhochschule) und Michael Hagedorn (Grüne) über die Piesberg-Buga 2015 diskutierte.

Für Osnabrück stelle sich die Frage, ob es einer Buga bedürfe, um den Piesberg zu entwickeln. Sie legte nahe, von den Erfahrungen in Ostdeutschland mit der Rekultivierung von ehemaligen Bergbaulandschaften zu lernen. Manche Gebiete seien dort eben nicht flächendeckend rekultiviert und aufgeforstet, sondern mit minimalem Aufwand der Natur überlassen worden. Eine " Initialzündung" genüge, sagt sie. Das heißt: Es werden Samen von Pionierpflanzen ausgesät, alles Weitere regelt die Natur selbst. Der Piesberg könnte zu einem Geopark entwickelt werden, der die Geologie erklärt und den Eingriff des Menschen über Jahrhunderte darlegt.

Das sei quasi die preiswerte Entwicklungsvariante mit überschaubaren Folgekosten, aber auch geringer touristischer Anziehungskraft. Es gehe aber auch eine Nummer größer, wenn Stadt und Land Niedersachsen zu hohen Investitionen bereit seien. Das Thema Energie böte sich in Osnabrück als Schwerpunkt der Buga an, meint Luise Preisler-Holl - " auch wenn das vordergründig nicht in die Vorstellung von Blumen und Blüten passt".

Die Erfahrungen aus anderen Städten lehrt, dass Gartenschauen immer Impulsgeberinnen für die Stadtentwicklung waren. In den Nachkriegsjahren dienten sie zur Beseitigung der Kriegsschäden, später der Verbesserung der Wohnumfelder. In den sechziger und siebziger Jahren stand die Verkehrsplanung im Mittelpunkt, in den achtziger die ökologische Frage. Seit der Wende geben Gartenschauen den Anstoß für das Gestalten von Industrie- und Militärbrachen vor allem in Ostdeutschland. Auch Osnabrück stünde in dieser Reihe, allerdings vor einer bislang einmaligen Kulisse.

Also: Buga im Piesberg - ja oder nein? Die Antwort der Expertin ist ein " Ja, aber": Es sei sinnvoll, den Piesberg mithilfe einer Buga zu entwickeln, wenn die finanzielle Nachbelastung gering gehalten werden könne.
Autor:
hin


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