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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
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Den Grenzwert millionenfach unterschritten
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TÜV nahm gestern Mobilfunksender unter die Lupe - Angst vor Strahlung unbegründet?
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Den Grenzwert millionenfach unterschritten

TÜV nahm gestern Mobilfunksender unter die Lupe - Angst vor Strahlung unbegründet?

Von Daniel Hopkins

Schinkel-Ost Anwohner der Windthorststraße haben Angst vor der Strahlung einer Mobilfunkanlage auf einem Wohnhaus. Gestern kam der TÜV, um nachzumessen. Mitarbeiter Henning Meisel lächelt über die Ängste: " Der gesetzlich vorgeschriebene Grenzwert wird dort um das Millionenfache unterschritten."

Unter dem Titel " Sicherheit und Transparenz" führt das Informationszentrum Mobilfunk e. V. (IZMF) in diesem Jahr eine breit angelegte Mess- und Informationsreihe durch. Das IZMF will mehr Klarheit über die Immissionen in der Nähe von Mobilfunkanlagen und in Wohnbereichen schaffen. Nach Borkum, Jever, Oldenburg und Hannover haben Henning Meisel und Kollege Rene' Kyek gestern in Osnabrück die elektromagnetische Strahlung gemessen.

Die Messungen an der Windthorststraße 28 ergaben für das D-Netz einen Wert von 7 Mikrowatt pro Quadratmeter. Beim UMTS-Netz sind es sogar nur 0, 17 Mikrowatt. " Selbst bei einer Hochrechnung, die wir im Labor durchführen, wird sich der Wert nicht wesentlich ändern", prophezeit Meisel.

Immer wieder fragen Betroffene nach der Sicherheit des Mobilfunks. Das IZMF hält die Sorgen zwar für legitim, sie seien jedoch in erster Linie das Ergebnis fehlender Informationen. Grundsätzlich bestünden keine gesundheitlichen Gefahren durch die elektromagnetischen Felder des Mobilfunks, wenn die gesetzlich verankerten Grenzwerte eingehalten würden. Dies habe die deutsche Strahlenkommission im September 2001 erneut bestätigt, heißt es auf der Internetseite des IZMF.

Auch die niedersächsische Landesregierung hat ein nachhaltiges Interesse an konkreten Informationen über Mobilfunk-Immissionen. " Wir merken das steigende Interesse der Menschen an Daten über die Immissionssituation insbesondere in Wohngebieten und Einrichtungen wie Schulen und Kindergärten", sagt Dr. Christian Eberl, Staatssekretär beim niedersächsischen Umweltministerium. Das Konzept der Mess- und Informationsreihe ergänze hervorragend ihre Bemühungen zur sachlichen Aufklärung der Bevölkerung.

Doch die Anwohner der Windthorststraße sind skeptisch. So ganz wolle man den Messergebnissen des TÜV nicht trauen, sagt eine Anwohnerin aut Anfrage unserer Zeitung. Eine Anwohnerfamilie habe ein privates Messgutachten in Auftrag gegeben, das im Ergebnis " eine deutlich erhöhte Strahlenbelastung" aufweise.

Ferdinand Heetderks von der Gesamtschule Schinkel vertraut hingegen auf die Arbeit von Meisel und Kyek, die auch in einem der Klassenräume ihre Messapparate in Stellung brachten. Die Richtantenne wurde auch auf den Fernmeldeturm gerichtet, aber keine Spur von erhöhter Strahlenbelastung festgestellt. " Das ist auch beruhigend für viele Eltern, bei denen schon lange die unsichtbare Gefahr der Strahlen in der Diskussion steht", so Heetderks.

Eine Veröffentlichung der Messergebnisse aus ganz Niedersachen hat die IMZF für Juni angekündigt.

KEINE SPUR von erhöhter Strahlenbelastung: Das Messteam war gestern auch in der Gesamtschule. Foto: Hermann Pentermann
Autor:
Daniel Hopkins


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