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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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aus Zeitung:
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Nur in jedem sechsten Haushalt leben Kinder unter 18 Jahren
Zwischenüberschrift:
Fachbereich für Kinder, Jugendliche und Familien: Hoffnung auf weniger Ausgaben für die Jugendhilfe ist ein Trugschluss
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
S. OSNABRÜCK. Diese Zahl macht die demografische Entwicklung auf einen Schlag sichtbar: In nur noch 16, 6 Prozent aller Osnabrücker Haushalte leben Kinder unter 18 Jahren - also nur in jedem sechsten.

Die statistischen Werte, die die Überalterung unserer Gesellschaft deutlich machen, sind Teil des ersten Geschäftsberichtes, den der städtische Fachbereich für Kinder, Jugendliche und Familien vorgelegt hat. Bei einer Gesamtzahl von rund 90 000 Haushalten sind das knapp 15 000 mit insgesamt 24 732 Kindern. Rein rechnerisch leben somit in den Haushalten mit Kindern durchschnittlich 1, 6 Heranwachsende.

Bei der Altersgruppe der Null- bis Sechsjährigen ist die Gesamtzahl seit 1993 stetig geschrumpft: 1993 waren es 9 542, 2005 noch 8 017. Nach der Entwicklung werden es im laufenden Jahr voraussichtlich unter 7 000 sein.

Nach Auskunft von Fachbereichsleiter Hermann Schwab ist es aber ein Trugschluss anzunehmen, angesichts der demografischen Entwicklung müsse es zwangsläufig weniger Jugendhilfe geben. Die Arbeit verlagere sich vielmehr.

Da ist zum Beispiel die Umsetzung des Tagesbetreuungsausbaugesetzes. Im Zentrum steht der qualitätsorientierte, bedarfsgerechte und flexible Ausbau der Betreuung für die unter Dreijährigen.

Bis 2010 soll das Angebot an den westeuropäischen Standard herangeführt werden. Dann gibt es noch das Kick (Kinder- und Jugendhilfeweiterentwicklungsgesetz). Es sieht die Verbesserung des Schutzes von Kindern und Jugendlichen bei Gefahren für ihr Wohl vor.

Zudem sieht sich die Jugendverwaltung einer steigenden Zahl von Problemfällen gegenüber. Dazu zählen notorische Schulschwänzer und Jugendliche ohne Schulabschluss, die in den Ausbildungs- oder Arbeitsmarkt integriert werden müssen.

Die gute Nachricht im Geschäftsbericht: Es wurden zwei Millionen Euro weniger ausgegeben als veranschlagt waren. Und das, wie Schwab hervorhebt, obwohl der Fachbereich durch die Gründung des städtischen Eigenbetriebs Immobilien insgesamt 1, 2 Millionen Euro Mehrausgaben, etwa durch Mieten, hatte.

Die Gründe für den guten Abschluss liegen nach Auskunft des Fachbereichsleiters unter anderem in einer erheblichen Minderung der Ausgaben für erzieherische Hilfen. Trotz der Einsparungen sei aber jede erforderliche Hilfe gewährt worden. Im Bereich der Jugendberufshilfe übernimmt die Agentur für Arbeit einen Großteil der Kosten.

Im vergangenen Jahr spielte aber auch der Zufall eine Rolle bei der Kostenreduzierung: Anders als in den Vorjahren sind mehr Familien, die Hilfe zur Erziehung in Anspruch nehmen, weg - statt zugezogen. Ein paar Familien, deren Kinder im Heim untergebracht werden, können aber auf einen Schlag die Kosten wieder in die Höhe treiben.
Autor:
S.


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