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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Gefriertruhe statt Fernseher
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Osnabrücker setzen Energiespartipps zu Hause um
Artikel:
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Gefriertruhe statt Fernseher

Osnabrücker setzen Energiespartipps zu Hause um

mlb OSNABRÜCK. Einen Plasma-Fernseher wollte sich Hans-Hermann Berens gönnen. Gekauft hat er stattdessen eine neue Gefriertruhe. Das kommt davon, wenn man die Energiespartipps ernst nimmt.

Richtiges Heizen, Lüften Dämmen oder der Einsatz von Energiesparlampen - viele Tipps lieferten die Neue OZ und die Partnerunternehmen der Effizienz-Offensive in den vergangenen Monaten. Wir haben zwei Teilnehmer der Energie-Sparaktion befragt: Was haben Sie aufgrund der Tipps in Ihrem Haus verändert?

Hans-Hermann Berens hat zwei Wochen lang mit einem Messgerät aufgezeichnet, wie viel Strom seine 15 Jahre alte Gefriertruhe frisst. Jetzt vergleicht er die Zahlen mit dem

" Geräte mit der Kennzeichnung A++ sparen am meisten"

Hans-Hermann Berens, Energiesparfuchs

Verbrauch seines neuen Geräts. Das Ergebnis macht klar: Der Kauf hat sich gelohnt. Für den Betrieb der alten Truhe zahlte Berens jährlich 265 Euro Stromkosten, nur 22 Euro kostet ihn der Betrieb der neuen Truhe. Den Preis für das neue Gerät hat er spätestens in zwei Jahren eingespart - er zahlte dafür etwa 400 Euro.

Auslöser für den Kauf der neuen Gefriertruhe war ein Besuch im Nettebad. Anfang November hielt Herbert Kreke dort einen Vortrag über Energiesparen in Privathaushalten. Dabei warnte der Energie-Experte der Stadtwerke unter anderem vor dem hohen Energie-Verbrauch von Fernsehern mit Plasma-Bildschirm.

Genau so ein Gerät wollte sich Hans-Hermann Berens eigentlich zulegen. Doch die hohen Kosten für den Betrieb schreckten ihn ab. Stattdessen kaufte er sich einen Fernseher alter Machart und investierte das Gesparte in besagte Gefriertruhe. Wichtig dabei: " Geräte mit der Kennzeichung A++ sparen am meisten", weiß Berens.

Schon seit Jahren ist er in Sachen Energiesparen voll im Thema. Seit 1996 ziert eine Solaranlage das Dach seines Hauses, das auch einen Wintergarten hat. Schon bei wenig Sonne wird es hier im Winter so warm , dass das angrenzende Wohnzimmer weniger beheizt werden muss.

Doch auch im Kleinen macht sich Berens auf die Suche nach unnützen Energiefressern. So schaltet er sein Fernsehgerät immer ganz aus. " Stand-by zieht ganz schön viel Strom", erklärt er. Und bei einer kleinen Lampe zieht er einfach den Stecker, wenn sie ausgeschaltet ist, denn sonst würde sie ständig sechs Watt verbrauchen.

Großes hingegen plant Reinhold Hengelbrock für sein Haus in Voxtrup: Ende April wird dort eine neue Heizungsanlage eingebaut.

Für die Entscheidung hat er sich zunächst Rat bei der Energieberatung der Stadtwerke geholt und anschließend Handwerksbetriebe befragt. Mithilfe dieser Informationen hat er die Höhe der Investitionen, monatliche Ausgaben, Fördergelder und auch Fragen des Umweltschutzes miteinander verglichen und sich für eine Gasbrennerkesselanlage einschließlich Warmwasserbereitung entschieden. Ergänzend kommt eine Solaranlage für Warmwasserbereitung auf das Hausdach. " Das alles wird unseren Energieverbrauch um 30 Prozent reduzieren", sagt er.

Tipps zum Energiesparen gibt es am Wochenende auf der 1. Osnabrücker Energie-Messe bei der Deutschen Bundesstiftung Umwelt.

Energie-Effizienzoffensive

Im November letzten Jahres startete die Neue OZ mit Experten und Unternehmen aus der Energiebranche eine Energie-Effizienzoffensive. Fast täglich gab es in der Zeitung einen Spartipp. Die Partner informierten in mehreren Veranstaltungen über Energie sparendes Verhalten, zur Technik und zu Fördermitteln. Beteiligt waren neben der Verbraucherzentrale und der Stadt Osnabrück die Stadtwerke, die Handwerkskammer. Professor Klaus Kuhnke von der Fachhochschule, die Sparkasse, die Industrie- und Handelskammer, die Malerinnung, der Solarenergieverein, die Bauinnung. Bezirksschornsteinfeger-Meister Alois H. Grafe. die Elektroinnung und die Innung für das Kfz-Handwerk (mlb).

Noch mehr Tipps zum Sparen

Fachmesse in der Umweltstiftung

mlb OSNABRÜCK. Rund ums Energiesparen dreht sich heute und morgen die 1. Osnabrücker Energiemesse im Zentrum für Umweltkommunikation an der Pagenstecherstraße. Von 10 bis 18 Uhr bieten etwa 40 regionale Aussteller Wissenswertes unter dem Motto " Sonne, Holz und Wärme". Der Eintritt zur Messe ist kostenlos, die Beratungen an den Ständen natürlich auch.

Die Aussteller geben sowohl Verbrauchern als auch dem Fachpublikum Informationen zur Nutzung regenerativer Energien, Heizen mit Holzpellets, Passivhäusern oder Energiesparen im Haushalt. Neben Energieberatern und Fachfirmen für Heizungsanlagen, Solarenergie und Wärmedämmung sind auch Handwerker vor Ort, die auf Wunsch konkrete Angebote erarbeiten.

Ergänzt wird das Ausstellungsprogramm durch Vorträge über Heizen mit Holz, Wärmepumpen, Erdgasfahrzeuge oder den Energiepass. Die Vorträge beginnen am Samstag um 12 Uhr, am Sonntag bereits um 11 Uhr.

Internet:

www.die-energiemesse.de (Aussteller. Vorträge, Kinderprogramm)

Energiesparen ist sein Ding: Mit Sparlampen, Solarkollektoren und einer neuen Gefriertruhe spart Hans-Hermann Berens eine Menge Geld und schont die Umwelt. Foto: Hermann Pentermann
Autor:
mlb


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