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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Umleitung: Da geben Autofahrer richtig Gas
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Und viele tappen in die Radarfalle
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Originaltext:
Umleitung: Da geben Autofahrer richtig Gas

Und viele tappen in die Radarfalle

Osnabrück (hin)

Fuß vom Gas auf einer Umleitungsstrecke in Schinkel: Die Stadt hat bei Radarkontrollen in einer Tempo-30-Zone im Schnitt in jeder Minute einen Raser erwischt. Ein Anlieger vermutet, dass die Stadt die Baustellenumleitung nutzt, um abzukassieren.

Wegen der Bauarbeiten auf der Bremer Straße ist stadtauswärts die Einfahrt in den Hunteburger Weg gesperrt. Autofahrer, die zum Haster Weg wollen, müssen den Umweg über den Gartlager Weg und den Luhrmannsweg nehmen. Das ist eine Tempo-30-Zone - mit zurzeit extrem hoher Verkehrsbelastung durch die Umleitung.

Viele Autofahrer drücken offenbar aufs Gaspedal, um verlorene Zeit aufzuholen. " Da wird munter geheizt", sagte gestern der stellvertretende Leiter des Fachbereichs Bürger und Ordnung, Gert Leimbrock. Und weil an der Umleitungsstrecke wiederholt spielende Kinder beobachtet wurden, schickte das OS-Team den Radarwagen los.

Sechsmal wurde das Radargerät im Mai für jeweils etwa zwei Stunden in Stellung gebracht. Am Freitag, dem 13., tappten im Feierabendverkehr in 170 Minuten 168 Autofahrer in die Falle. Insgesamt wurden 660 Autofahrer erwischt. Die Durchschnittsgeschwindigkeit der ertappten Autofahrer lag bei 44 bis 48 km/ h. Einige Raser überschritten sogar Tempo 70. Insgesamt habe die Sünderquote um " zehn bis 15 Prozent" über dem Durchschnitt gelegen, so Leimbrock. Legt man die Durchschnittswerte zu Grunde, dürfte die Stadt 16 500 Euro an Bußgeldern verbuchen können.

Leimbrock weist die Vermutung eines Anliegers weit von sich, die Stadt habe gezielt die Umleitung genutzt, um Geld einzunehmen. Kontrollen habe es auch vorher in diesem Bereich gegeben. Die Häufigkeit der Messungen im Mai habe ihren Grund ausschließlich in dem hohen Verkehrsaufkommen.

Hätten die Autofahrer nicht durch Extra-Schilder zur Langsamfahrt ermahnt werden können? Norbert Obermeyer vom Fachdienst Straßenverkehr hält davon gar nichts: " Wenn da ein Tempo-30-Schild an der Straße steht, meinen wir es ernst." Abstufungen gebe es nicht, deshalb seien zusätzliche Warnhinweise nicht vorgesehen. Obermeyer: " Wer Auto fährt, muss mit Kontrollen rechnen, und wer wissentlich zu schnell fährt, muss mit die Konsequenzen tragen."

Radarkontrolle

Warnung

Von Wilfried Hinrichs

Tempo 30 ist Tempo 30. Und wer rast, muss zahlen. Klare Sache. Aber muss die Stadt gleich das schwere Radargeschütz auffahren, um Autofahrer zur Vernunft zu bringen? Die Praxis lehrt, dass an vielen kritischen Punkten Extra-Hinweise, Markierungen, Leuchtsignale angebracht werden, um vor einem Unfallschwerpunkt zu warnen. Sicher hätte es gereicht, am Gartlager Weg ein Schild aufzustellen mit der Aufschrift " Vorsicht, Radarkontrollen". Welcher Autofahrer würde den Fuß nicht vom Gas nehmen? Die Raserei wäre vorbei - aber das Bußgeldkonto leer.

ACHTUNG, RADARKONTROLLE: Die Stadt hat auf dem Gartlager Weg im Mai 660 Temposünder erwischt. Wegen der Bauarbeiten auf der Bremer Straße wird der Verkehr zum Teil über diese Straße umgeleitet. Foto: Klaus Lindemann
Autor:
hin


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