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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Spielgeräte werden schärfer kontrolliert
Zwischenüberschrift:
Stadt holt Experten für Hauptinspektion - Routinekontrollen decken nicht alle Mängel auf
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück (hin) Sicherheitsexperten sollen die 280 öffentlichen Kinderspielplätze in Osnabrück überprüfen. Der Hintergrund: Im vergangenen Jahr hatten TÜV-Tester an zehn zufällig ausgewählten Spielplätzen Mängel festgestellt, die bei den Routinekontrollen unentdeckt geblieben waren.

Drei Mitarbeiter des Fachbereichs Grün und Umwelt schwärmen an jedem Arbeitstag aus, um die städtischen Spielplätze zu kontrollieren. Einer davon ist Martin Grewe, der sich in mehreren Lehrgängen zur " Sicherheitsfachkraft" fortgebildet hat. Er betreut den Abschnitt Nord mit den Stadtteilen Eversburg, Haste, Pye und Innenstadt. 90 Spielplätze stehen unter seiner Sicherheitsaufsicht. Wir treffen ihn auf dem Spielplatz im Bürgerpark. Einmal wöchentlich schaut er hier nach dem Rechten. Kleinere Reparaturen erledigt er sofort, wenn aber eine Aufhängung erneuert oder ein Brett Anzeichen von Schwäche zeigt, gibt er einen Arbeitsauftrag an den technischen Betrieb weiter. Heute hat er ausnahmsweise den Resistografen mitgebracht, ein Gerät zur Prüfung der Holzgüte. Der Resistograf ist im Prinzip eine Bohrmaschine, die den Widerstand des durchbohrten Holzes misst. Morsches Holz leistet keinen Widerstand. Grewe kratzt den im Boden steckenden Teil des Trägerbalkens der Seilbahn frei, setzt das Gerät an - und stellt fest: " Alles in Ordnung." Ein anderes Ergebnis wäre auch ein Skandal gewesen.

60 Prozent der Spielplätze in Deutschland haben nach einer Statistik des TÜV Sicherheitsmängel, die nur durch intensive Prüfung aufgespürt werden können. Auch in Osnabrück haben die externen Prüfer Mängel festgestellt, die " so gravierend waren, dass sie mit den gültigen Sicherheitsvorschriften kollidieren", wie die Verwaltung dem Umweltausschuss jetzt mitteilte. Von den Mängeln sei aber " keine direkte Unfallgefahr ausgegangen".

Der Ausschuss stimmte der Hauptinspektion der Spielplätze durch externe Experten zu. Die Kontrollen schützten vor einer gewissen Betriebsblindheit, sagte Ausschuss-Vorsitzender Björn Meyer (CDU). " Wenn dann etwas passiert, ist die Stadt aus dem Schneider", ergänzte Ulrich Niendieker (FDP). Die Kosten liegen bei 26000 Euro, die durch Einsparungen an anderer Stelle im Budget aufgebracht werden.

Zur Sache: Spielplatzkontrolle

Die Spielplätze werden in drei Schritten kontrolliert. Wöchentlich: Die Routineinspektion dient der Beseitigung offensichtlicher Gefahrenquellen, von Vandalismusschäden. Zerbrochene Teile, Scherben, Müll werden entsorgt.

Monatlich (bis zu drei Monate): Bei der so genannten " operativen Inspektion" werden alle ein bis drei Monate Verschleiß und Stabilität der Spielgeräte detaillierter geprüft. Richtschnur sind die Angaben der Gerätehersteller.

Jährlich: Bei der jährlichen Hauptinspektion werden Fundamente und tragende Teile freigelegt, um etwaige Verrottungen oder Korrosionsschäden entdecken zu können. Metallrohre und Holzbalken werden mit Spezialgeräten durchleuchtet.

MIT DEM RISISTOGRAF prüft Martin Grewe, ob das Holz der Spielgeräte im Bürgerpark noch in Ordnung ist. Die 19 Monate alte Ellen schaut interessiert zu. Einmal im Jahr werden die Holzspielgeräte auf öffentlichen Spielplätzen mit dem Gerät untersucht. Doch die Kontrollen genügen offenbar nicht.
Foto: Michael Hehmann
Autor:
hin


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