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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Im Wettbewerb mit dem Auto
Zwischenüberschrift:
Leserzuschrift zu "Mit dem eigenen Auto bis ins hohe Alter mobil", Ausgabe 6.April)
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Im Wettbewerb mit dem Auto

Eine Leserzuschrift zu der Frage, wie weit Senioren ein Stück ihrer Mobilität aufgeben und auf den öffentlichen Nahverkehr umsteigen (" Mit dem eigenen Auto bis ins hohe Alter mobil ", Ausgabe vom 6. April).

" Die Stadtwerke wollen künftig mehr tun, um die Senioren als Fahrgäste zu gewinnen. Mit 16 Prozent der erwachsenen Kunden im Stadtbusverkehr ist die Altergruppe der über 60-Jährigen, die in der Bevölkerung schon mehr als 20 Prozent ausmacht, noch viel zu schwach vertreten. Rund 60 Prozent der Senioren besitzen heute einen Führerschein und verfügen über mindestens einen Pkw im Haushalt, sind also weitaus ' automobiler' als ihre Altergenossen vor 15 bis 20 Jahren. Immer weniger Senioren sind also auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen. Das gilt auch für den wachsenden Anteil Auto fahrender Frauen. Die Nahverkehrsunternehmen haben dies längst erkannt und stellen sich mit modernen Fahrzeugen, nutzerfreundlichen Haltestellen und günstigen Tarifangeboten dem Wettbewerb mit dem Auto.

Über viele Jahre steigende Fahrgastzahlen - wie auch in Osnabrück - zeigen den Erfolg dieser Maßnahmen. Die angestrebte städtebauliche Aufwertung des Neumarkts stellt solche Bemühungen nun gründlich infrage. Soll die wachsende Zielgruppe der über 60-Jährigen nicht zuletzt dadurch für den Stadtbus gewonnen werden, dass sämtliche Haltestellen mit hohen Bordsteinen ausgestattet werden (Ulf Middelberg in der NOZ vom 6. April), so sieht der Masterplan für den Umbau des Neumarkts genau das Gegenteil vor: Die Fahrgäste müssten künftig - zwischen Pollern sich drängelnd - ganz ohne Bordstein den Bus erklimmen und sollen darüber hinaus auch noch auf Regenschutz verzichten, weil die Überdachung der Haltestellen mit der kühl abweisenden Modernität der Platzgestaltung nicht vereinbar ist. Design gegen Funktionalität von Stadträumen! Es gäbe andere Möglichkeiten, dem Neumarkt wieder ein Gesicht zu geben, ohne die Menschen zum Störfaktor architektonischer Visionen zu degradieren. Wenn der Stadtbusverkehr vom demografischen Wandel profitieren soll, darf man die Ansprüche der künftigen Fahrgäste nicht aus den Augen verlieren."

Dr. Jürgen Deiters

Wilhelm-von-Euch-Str. 71

Osnabrück

MOBILITÄT im Alter: Brauchen wir angesichts der demografischen Entwicklung einen anderen Nahverkehr?
Autor:
Dr. Jürgen Deiters


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