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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Neumarkt: Planer stellen sich auf Hindernisse ein
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Schürings: Für den Nahverkehr wird es nicht besser
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Neumarkt: Planer stellen sich auf Hindernisse ein

Schürings: Für den Nahverkehr wird es nicht besser

Osnabrück (rll)
Die Masterplanung für den Neumarkt verliert ihren Glanz. Wo Architekt Georg Gewers eine durchgehende Fläche wünscht, werden Bordsteine, Buswartehallen und andere Hindernisse aufragen. Im Stadtentwicklungsausschuss kamen weitere Handicaps zum Vorschein.

Als einen gestalteten Platz mit einer homogenen Oberfläche wünscht sich der mit der Masterplanung beauftragte Architekt Georg Gewers den neuen Neumarkt. Doch diese homogene Fläche lasse sich nicht realisieren, erklärte Franz Schürings, der Leiter des Fachbereichs Städtebau, am Donnerstagabend vor dem Stadtentwicklungsausschuss. Und das liege am Straßenverkehr, der sich ja weiterhin über den Neumarkt bewegen soll.

Nach einer Umgestaltung des Neumarkts werde der öffentliche Nahverkehr zwar weiterhin funktionieren, merkte Schürings an, " er wird aber nicht besser". Für einige Umsteigeverbindungen müssten längere Fußwege in Kauf genommen werden. Noch völlig offen sei, wo eine Buswendemöglichkeit westlich des Neumarkts geschaffen werden könne. Voraussichtlich müssten die Busse demnächst einen ganzen Block umfahren - eine Zelt raubende Sache.

SPD-Politiker spricht von " Mogelpackung"

Harald Schulte von den Stadtwerken ging weiter ins Detail: Vor dem Landgericht könne zwar auf einen Bussteig verzichtet werden, doch gegenüber, zwischen der Großen Straße und der Sportarena, werde der Anblick von haltenden Bussen zum Alltag gehören. Auch für die Gäste der Straßencafes, die Architekt Gewers dort unter bunten Sonnenschirmen platzieren möchte. Insgesamt seien die Schwierigkeiten aber beherrschbar, lautete Schultes Fazit.

Problematisch sind jedoch einige Konflikte, die sich aus dem derzeit laufenden Umbau des Neumarkttunnels ergeben. Nach Auskunft von Fachbereichsleiter Schürings sind den Verkehrsplanern ein geplanter Lift und ein Treppenaufgang ein Dorn im Auge. Diese Hindernisse sollten besser gar nicht erst gebaut werden, meinte Schürings, sonst müsse man sie nachträglich wieder entfernen.

Dass hier so unkoordiniert gearbeitet werde, sei ausgesprochen ärgerlich, meinte FDP-Ratsfrau Brigitte Gantke. Dazu sei es nur gekommen, weil Oberbürgermeister Fip die Renovierung des Neumarkttunnels unbedingt " durchziehen wollte".

Der von der SPD in den Ausschuss entsandte Politiker Dr. Horst Simon nannte die gesamte Masterplanung eine " Mogelpackung". Die hübschen Ansichten, die Planer Gewers präsentiert habe, hätten mit der Realität nicht viel zu tun.

SO SCHÖN GLATT wird es nicht gehen: Die Planer halten Bordsteine, Buswartehäuschen und andere Hindernisse für unentbehrlich.
Grafik: Architekturbüro Gewers, Kühn, Kühn
Autor:
rll


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