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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
Enten schlagen dem Frost ein Schnippchen
Zwischenüberschrift:
Bruterfolg durch Kooperation: Zwei Enten hielten ein Gelege bei strengem Frost gemütlich warm
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Enten schlagen dem Frost ein Schnippchen

Bruterfolg durch Kooperation: Zwei Enten hielten ein Gelege bei strengem Frost gemütlich warm

Osnabrück (swa)
Schwester Willehada kommt aus dem Staunen über Lotti und Toni, ihre beiden superschlauen Enten, nicht heraus. Gegen alle Widerstände setzte sich das Federvieh abwechselnd auf ein Nest und brachte seine Brut auf Gut Sutthausen am besten über den Winter. Unternehmensberater würden hier von Synergieeffekten sprechen.

Noch bevor es vor ein paar Wochen noch einmal richtig kalt wurde, hatten sich die beiden Enten in dem kleinen Zoo hinter dem Marienheim zur Zusammenarbeit entschlossen. " Die haben das wohl gespürt", nimmt Schwester Willehada an, zu deren Aufgaben die Pflege der Enten, Hühner, Ziegen und Kaninchen gehört. Die Ordensfrau wunderte sich zunächst, dass die schwarzweiße Lotti und die weiße Toni ihre Eier in ein Nest legten. Insgesamt elf Stück. Schwester Willehada versuchte sogar, die beiden Tiere auseinander zu scheuchen. Aber ohne Erfolg.

Enten verlassen ein Gelege täglich einmal für etwa eine halbe Stunde, um zu baden und zu fressen. Bei Temperaturen über null Grad macht das nichts, aber bei Frost können die Eier in diesen 30 Minuten zu sehr abkühlen und werdende Küken absterben. Nicht aber, wenn man sich wie Lotti und Toni ablösen kann. Die beiden Watscheltiere brachten mit diesem Trick ihre Küken als einzige auf dem ganzen Gut passend zum Frühlingsanfang durch.

Schwester Willehada ist jetzt hoch erfreut über die zwei Cousinen von Donald Duck und ihren Nachwuchs. Und die ziehen mit stolz geschwellter Entenbrust über den Hof.

" Wir hoffen jetzt auf schöne Ostertage und viele Besucher bei uns im Marienheim", sagt die tierliebe Nonne aus Sutthausen. Der kleine Zoo ist fürs Publikum zugänglich. Vor allem Familien mit kleinen Kindern nutzen die Gelegenheit immer gern. Auf Gut Sutthausen kann man die verschiedenen Haustiere beobachten und auch vorsichtig streicheln. Außerdem bietet sich die Umgebung des Gutes zu einem Osterspa/ iergang an. Ganz in der Nähe fließt die Düte. Zum Hörner Bruch ist es auch nicht weit, und in der Sutthauser Mühle gibt' s einen Kaffee.

SCHLAUE ENTENMUTTIS profitierten von Arbeitsteilung. Mit elf Küken, die sie gemeinsam in einem Nest ausgebrütet haben, ziehen Lotti (links) und Toni durch Gut Sutthausen - unter den Augen von Schwester Willehada, die den kleinen Zoo leitet. Foto: Jörn Martens
Autor:
swa


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