User Online: 1 | Timeout: 04:12Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Wenn die Ratte etwas riecht, dann kommt sie
 
Was darf und was darf nicht?
Zwischenüberschrift:
Wer richtig kompostiert, kann ungebetene Gäste abhalten
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Wenn die Ratte etwas riecht, dann kommt sie

Wer richtig kompostiert, kann ungebetene Gäste abhalten

Von Hauke Petersen

Osnabrück
Der Kompost ist nicht nur der Freund aller Umweltbewussten. Auch Ratten haben ihn gern als lauschiges Plätzchen und allzu oft auch als Nahrungslieferant. Anita Maskos, Abfallberaterin beim Abfallwirtschaftsbetrieb, weiß, wie man sich vor den ungebetenen Gästen schützen kann.

Zunächst zur Gretchenfrage: Haufen oder Komposter? Anita Maskos empfiehlt die geschlossene Variante. Damit sei es einfacher, die Schädlinge fern zu halten. Doch wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Und da die Ratte bevorzugt von unten kommt, helfen die meist bodenlosen Komposter nicht immer.

Doch dagegen gibt es Möglichkeiten: Eine feinmaschige Bausteinmatte aus Drahtgeflecht sei ein gutes Mittel. Auch ein Ring aus Pflastersteinen rund um die Rotte könne helfen.

Das geringste Risiko geht natürlich ein, wer nur Gartenabfälle entsorgt. Aber auch gekochte Speisereste könne man kompostieren, sagt Anita Maskos. Man sollte sie dann aber mit den Gartenabfällen abdecken. " Der Geruch ist oft entscheidend." Er locke die lästigen Nager an. Nichts im Garten zu suchen habe gekochtes Fleisch. " Das gehört in die Biotonne" oder - falls die nicht vorhanden ist - in den Restmüll.

Vergiftete Köder gegen die Nager

Aber gegen äußere Einflüsse ist niemand wirklich gefeit. Wer in der Nähe von Flüssen und Bächen kompostiert, hat schon mal unverschuldet mit Ratten zu kämpfen. Denn feucht mögen es kleinen Nager. Und was nützt es, wenn man selbst sich an die Regeln hält, in Nachbars Garten aber die Fleischberge wachsen? Also lohnt es in manchen Fällen auch, mal einen Blick über den Gartenzaun zu werfen.

Was also tun, wenn die Ratte alle Stoppschilder missachtet? Da hilft nur noch die chemische Keule.
Hans-Günther von Wieding, Inhaber der gleichnamigen Firma, die im Auftrag der Stadt in ganz Osnabrück mit der Rattenbekämpfung beauftragt ist, schwört auf ein todsicheres Mittel. Mit Gift versetzte Haferflocken, die die Blutgerinnung der Plagegeister behindern. Das gibt es im freien Handel und lässt die Viecher sanft entschlummern.

Zur Sache: Kompost

Was darf und was darf nicht?

Nicht alle Reste dürfen auf den Komposthaufen geworfen werden. Was also darf kompostiert werden und was nicht?

Folgende Abfälle eignen sich zum Kompostieren: Pflanzen- und Gehölzreste, verbrauchte Erde, Ernterückstände, Obst- und Gemüseabfall, Kaffee- und Teefilter und zerkleinerte Eierschalen.

Nicht in den Garten gehören dagegen alle anorganischen Stoffe (wie Metalle, Glas oder Steine) sowie schadstoffhaltige Materialien (Papier, Asche, Südfrüchte). Neben Fleischresten sollten auch keine Rückstände von Haustieren - egal ob Streu oder Essensreste - kompostiert werden. Sie könnten Krankheitskeime enthalten und Ungeziefer anziehen.

EIN KOMPOSTER mit Deckel hält die Ratten besser fern als ein Komposthaufen, sagt Abfallberaterin Anita Maskos.
Foto: Klaus Lindemann
Autor:
Hauke Petersen


Anfang der Liste Ende der Liste