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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
Ein Kraftwerk auf dem Schuldach
Zwischenüberschrift:
Privater Betreiber baut Fotovoltaikanlage auf der Heiligenwegschule
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Ein Kraftwerk auf dem Schuldach

Privater Betreiber baut Fotovoltaikanlage auf der Heiligenwegschule

Schinkel rei
Strom für acht Haushalte im Jahr erzeugt die neue Solaranlage auf dem Dach der Heiligenwegschule. Mit dem Dach der Grundschule stellt die Stadt zum zweiten Mal kostenlos einem privaten Betreiber ein öffentliches Gebäude für eine Fotovoltaikanlage (PV-Anlage) zur Verfügung.

" Nicht nur reden, sondern auch tun." So begründet Investor Georg Trenkler seine Entscheidung, eine PV-Anlage auf der Grundschule zu finanzieren. Als er im Sommer in der Zeitung las, dass die Stadt die Dächer ihrer Gebäude für die umweltfreundliche Stromerzeugung zur Verfügung stellt, meldete sich der Betreiber eines Bio-Marktes bei der Stadt. Mit Susanne Franzus vom Fachbereich Grün und Umwelt suchte er nach dem passenden Dach und entschied sich für die Heiligenwegschule. Die hat ein Schrägdach und ist groß genug für die etwa 300 Quadratmeter große Anlage.

160000 Euro hat das Dach-Kraftwerk gekostet. Es erzeugt im Jahr voraussichtlich 24000 Kilowattstunden Strom. Das reicht für etwa acht Durchschnittshaushalte. Wichtig waren Trenkler und der Stadt, dass die Solaranlage wegen der jährlich sinkenden Einspeisekosten noch in diesem Jahr in Betrieb genommen wird.

Stadt untersucht 250 Gebäude

Nach der Rosenplatzschule ist dies die zweite Schule, auf deren Dach ein Investor eine Solaranlage finanziert. Weitere Schulen sollen folgen, kündigt Detlef Gerdts, Fachbereichsleiter Grün und Umwelt, an. Möglich wird das durch das städtische Solarkataster. Danach können private Betreiber kostenlos die Dächer städtischer Gebäude für PV-Anlagen nutzen. Systematisch würden die etwa 250 städtischen Gebäude nach ihrer Eignung dafür untersucht, erklärt Gerdts.

Damit will die Stadt als Mitglied des Klimabündnisses in Europa ihrem Ziel, den CO2-Ausstoß bis 2010 um die Hälfte zu reduzieren, näher kommen. " Das ist kaum zu erreichen", schränkt Gerdts ein, " doch wir versuchen, wenigstens in die Richtung zu gehen."

Solarenergie als Unterrichtsthema

Auch die Heiligenwegschule hat etwas von der Anlage auf ihrem Dach. Sie könne jetzt als Thema in den Unterricht eingebunden werden, sagt Schulleiter Walter Altenhoff. Außerdem spendet Trenkler der Schule 13 neue Bäume für ihr Schulgelände und eine Anzeigetafel für die Pausenhalle, auf der die Schüler die aktuelle und bisher erzeugte Stromproduktion verfolgen können. Noch erzeugt die PV-Anlage allerdings keinen Strom. Sie solle aber auf jeden Fall noch vor Weihnachten in Betrieb genommen werden, betonen alle Beteiligten.

WO BLEIBT DIE SONNE? Adelisa und Hinduli vor einem kleinen Teil der neuen Fotovoltaik-Anlage auf dem Dach der Heiligenwegschule.
Foto: Gert Westdörp
Autor:
rei


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