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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Immer mehr fordern eine Ampel am Arthouse-Kino
Zwischenüberschrift:
Arbeitskreis: Es kann sich nicht nur alles ums Auto drehen
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Immer mehr fordern eine Ampel am Arthouse-Kino

Arbeitskreis: Es kann sich nicht nur alles ums Auto drehen

Osnabrück stn Ein Auto nach dem anderen düst auf dem Erich-Maria-Remarque-Ring vorbei an der Domschule und dem Cinema-Arthouse. Fußgänger, die sich beim Überqueren nicht in Lebensgefahr begeben wollen, müssen den zeitaufwandigen Umweg über die Ampeln am Berliner Platz oder Nonnenpfad nehmen. Ihr Wunsch: Eine Ampel beim Kino.

Eine Szene am Samstag: Eine junge Frau steht vor dem Kino und will über den Remarque-Ring. Endlich tut sich eine Lücke im Strom der Autos auf. Sie sprintet zum Mittelstreifen, muss dort wieder warten und schafft es mit einem zweiten Spurt, unbeschadet anzukommen. Immer wieder sind solche waghalsigen Überquerungen zu beobachten. Schließlich würde der Umweg von 500 Metern eine Menge Zeit kosten.

" Eine Ampel wäre hier dringend angebracht", sagte am Wochenende Familie Rammers aus Mettingen. Besonders wochentags zwischen 16 und 17 Uhr oder nach den Kinovorstellungen sei eine Ampel wichtig. Brigitte Sturm hat es zwar ohne geschafft, von einer Straßenseite auf die andere zu kommen: " Aber wenn ich älter wäre und nicht gut zu Fuß, hätte es ohne Ampel nicht geklappt."

Ansgar Vogt, der einen Sohn auf der Domschule hat, denkt vor allem an die Sicherheit der Schüler: " Schließlich müssen viele zu den Bushaltestellen auf der anderen Straßenseite." Darja Hessin, Schülerin der Ursulaschule, kann das nur bestätigen. " Vor allem bei Sonderveranstaltungen oder Schulausflügen ins Cinema-Arthouse wäre die Ampel wichtig", sagt die 18-Jährige.

" Eine Frau liegt nach Unfall im Wachkoma"

Nach eineinhalb Jahren Kanalbauarbeiten hatten sich viele Passanten an die provisorische Ampel an der Ecke zur Karlstraße gewöhnt. Doch sie wurde im Oktober 2004 wieder abgebaut. Danach wurde dort eine Fußgängerin angefahren. Sie liegt seitdem in einer Berliner Spezialklinik im Wachkoma.

Rolf Brinkmann setzt sich dafür ein, dass so etwas nicht noch einmal passiert. Der Sprecher des Agenda-Arbeitskreises Stadtplanung weist in einem Brief an den Stadtbaurat auf " eine gefährliche Stelle am Ring, die mit keiner anderen vergleichbar ist" hin. Eine Fußgängerampel ist für ihn dort unverzichtbar: " Es kann sich doch nicht nur alles ums Auto drehen. Fußgänger müssen als Verkehrsteilnehmer doch auch berücksichtigt werden."

Bereits im November vorigen Jahres hatten sich Schüler der Domschule und der Agenda-Arbeitskreis Stadtplanung für eine Fußgängerampel eingesetzt - bisher ohne Erfolg. Dabei sieht auch die Stadt die Notwendigkeit.

Verkehrsplaner Hans-jürgen Apel kann nur bestätigen, dass zwischen der Domschule und dem Cinema-Arthouse verstärkt Fußgänger die Straßenseite wechseln. Franz Schürings, Leiter des städtischen Fachbereichs Städtebau, sieht ebenfalls Handlungsbedarf: " Grundsätzlich halten wir eine Fußgängerampel an dieser Stelle für sinnvoll." Wo genau und wann sie installiert werde, sei aber noch nicht abzusehen.

GEFÄHRLICHER SPURT über den Erich-Maria-Remarque-Ring: Der Umweg über die Ampeln am Berliner Platz oder Nonnenpfadd ist fast 500 Meter lang und kostet Zeit. Foto: Klaus Lindemann
Autor:
stn


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