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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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aus Zeitung:
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Überschrift:
Unternehmer setzte auf gehobene Spekulationsbauten
Zwischenüberschrift:
Zeitreise am Sonnenhügel:
 
Vieles aus alter Zeit blieb erhalten, aber auch an der Wittkopstraße sind die Jahre nicht spurlos vorübergezogen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zeitreise am Sonnenhügel

Unternehmer setzte auf gehobene Spekulationsbauten

Vieles aus alter Zeit blieb erhalten, aber auch an der Wittkopstraße sind die Jahre nicht spurlos vorübergezogen

Sonnenhügel (tos) Der unbekannte Fotograf dieser Aufnahme aus dem Jahr 1903 stand an der Veilchenstraße am Gertrudenberg und zeigt den Blick in die Wittkopstraße hinunter. Im Hintergrund ist der noch unbebaute Westerberg zu erkennen. Hier in der Wittkopstraße, die von der Bramscher Straße abzweigt und einen kleinen Berghang hinauf zum Bürgerpark führt, entstand nach 1875 eine der besten und teuersten Wohnlagen Osnabrücks. Die Häuser dieser großbürgerliche Villenstraße konnten bis auf wenige Neubauten nach 1945 fast vollständig erhalten werden.

Beibehalten wurde auch das ursprüngliche Gesamtbild dieses Straßenzugs, das durch eine geradlinige Bebauung und Straßenführung, kleinteiliges Straßenpflaster, und alleeartige Baumbepflanzung charakterisiert ist. Freilich sind die Jahre nicht spurlos an der Wittkopstraße vorbeigezogen, was im Vergleich mit der aktuellen Aufnahme aus gleichem Blickwinkel deutlich wird. Die Bäume, die links und rechts die Straße säumen, haben an Höhe gewonnen, und einige mussten dem Parkplatzbedarf der Osnabrücker Bürger weichen.

Das repräsentative Haus, das auf der Ansichtskarte rechts im Bild zu sehen ist, ließ der Papierfabrikant Eggemann im Jahr 1888 errichten. Heute ist es fast vollständig von hoch gewachsenen Bäumen verdeckt, die den parkähnlichen Garten dominieren.

Das helle Gebäude, das im Jahr der Aufnahme noch unmittelbar am Rand zum Bürgerpark auf der linken Straßenseite stand, gibt es heute nicht mehr. Auf dem Grundstück wurde - etwas zurückliegend - ein neues Wohnhaus errichtet. Das zweite Wohnhaus, das etwas hervorspringende Gebäude auf der linken Seite, ist eine im Landhausstil errichtete Villa aus dem Jahr 1892. Der Hamburger Architekt Georg Thiele hat dieses Gebäude mit dem auffälligen Fachwerk-Obergeschoss damals entworfen. Spaziergänger beeindruckt das malerische Gebäude mit seinem verspielten Dach noch heute.

Ein Teil der bemerkenswerten villenartigen Gebäude der Straße ließ der Unternehmer Wittkop (der Namensgeber der Straße) als gehobene Spekulationsbauten durch den Architekten Dreyer erbauen. Neben diesen eng aneinander anschließenden Anlagen im spätklassizistischen Stil reihen sich beachtliche, großzügige Wohnhäuser, deren reich gegliederte Stuckfassaden aufwändig gestaltete Elemente aus der Gotik, Renaissance, dem Barock und Klassizismus, dem Jugendstil und den Einsatz von Fachwerk aufweisen.

Heute ist die Wittkopstraße eine Sackgasse. Eine kleine steinerne Treppe gewährt Fußgängern den Übergang zur Veilchenstraße und den Einlass in den Bürgerpark. Der Park wurde in seiner heutigen Form als Landschaftspark mit unregelmäßigen Grünflächen und üppigen Baumbeständen bereits im Jahr 1876 angelegt. Auf Initiative des Osnabrücker Senators Wagner wurden hier, auf der Westseite des Getrudenberges, schon in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts erste Baumpflanzungen vorgenommen.

EIN BLICK DURCH DIE WITTKOPSTRASSE auf den Westerberg, der um die Jahrhundertwende noch fast unbebaut war. Das Foto aus dem Jahr 1903 und wurde für eine Ansichtskarte verwendet. Es ist im Bildband " Alt Osnabrück" abgedruckt, erschienen im Verlag H. TH. Wenner.

HEUTE ist die Wittkopstraße eine Sackgasse. Eine kleine steinerne Treppe gewährt Fußgängern den Übergang zur Veilchenstraße und den Einlass in den Bürgerpark. Foto: Klaus Lindemann
Autor:
tos


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