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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
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Überschrift:
Stadt weiß nicht wohin mit den Felsbrocken
Zwischenüberschrift:
Ratsbeschluss noch nicht umgesetzt
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Stadt weiß nicht wohin mit den Felsbrocken

Ratsbeschluss noch nicht umgesetzt

Weststadt (rll)

Es sieht aus, als hätte ein Riese aus dem Märchenbuch einen ganzen Sack Steine verloren. Die 140 Felsbrocken, mit denen die Trotzenburg von Falschparkern befreit werden sollte, säumen immer noch die Lindenallee am Heger Friedhof. Und das obwohl der Rat vor zwei Monaten beschlossen hat, dass sie verschwinden sollen.

Klaus Grothe, ein Anwohner aus der benachbarten Siedlung, hält die Felsbrocken für eine " Verschandelung der Natur". Anwohner und Spaziergänger hätten gehofft, dass die Stehimwege bis Ostern von der Bildfläche verschwinden würden, schreibt er in einem Brief an unsere Redaktion. Nach einem Anruf bei der Stadt hat er den Eindruck bekommen, dass die Verwaltung den Ratsbeschluss umgehen will.

Wir haben nachgehakt beim Fachbereich Grün und Umwelt. Klaus Schröder, zuständig für die Abteilung Grünflächen, bestätigt, dass es noch keinen Zeitplan für den Abtransport der " schweren Jungs" gibt. Die Verwaltung habe Anweisung, Kosten zu sparen. Deshalb wolle er die Mini-Boliden vom Piesberg erst abholen lassen, wenn sie an anderer Stelle gebraucht würden. Und derzeit gebe es nirgendwo in Osnabrück Bedarf. Es könne also noch lange dauern, bis die Steine von der Trotzenburg verschwänden, resümiert Schröder. Zugleich stellt er klar: " Selbstverständlich kommen wir dem Ratsauftrag nach!"

Schröder hatte die Felsbrocken Anfang Januar an die Trotzenburg bringen lassen, weil sich ein Anwohner über parkende Autos beschwert hatte. Die Autos standen zwischen den Linden und gefährdeten die Wurzeln. " Ich wollte den Bäumen etwas Gutes tun", versichert der Fachdienstleiter für Grünflächen. Dass er damit den Zorn anderer Anwohner, Spaziergänger und sogar Ratsmitglieder auf sich ziehen würde, hatte er damals nicht geahnt.

140 FELSBROCKEN zieren seit Anfang des Jahres diese Lindenallee an der Trotzenburg. Nach dem Willen des Rates sollen sie verschwinden, aber einen Zeitplan gibt es nicht. Foto: Michael Hehmann
Autor:
rll


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