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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Im Tunnel ein Andrang wie beim Schlussverkauf
Artikel:
Kleinbild
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KATHARINA WOHLLEBEN (l 8): Der Tunnel gefällt mir sehr, und praktisch ist er auch noch. Ich finde es gut, dass hier so viel investiert wurde. Das stärkt auch die Wirtschaft in der Stadt.

HANS GÜNTHER (70): Ich finde den Neumarkttunnel gut, aber der Übergang muss jetzt weg. Der ist zu gefährlich. Außerdem fehlt ein Durchgang zur zweiten Unterführung.

LISELOTTE SCHIMMELPFENNIG (72): Ich war schon bei der Eröffnung des ersten Tunnels. Der neue ist aber viel heller und bietet mehr Platz. Die Toiletten und Automaten sind praktisch.

JENS SANDMEIER (26): Das Hickhack vorher hat sehr genervt. Da hätte schneller eine Lösung gefunden werden müssen. Jetzt muss man sehen, wie der Tunnel angenommen wird.

INGEBORG SÖLLIG (74): Die Rampe ist Mist. Bei dem Wetter heute ist es hier viel zu rutschig und gerade für ältere Leute gefährlich, nach unten zu gehen. Da muss eine Lösung her.

KATHRIN MARQUART (18): Ich bin über die Straße gegangen, weil ich nicht wusste, dass der Tunnel wieder offen ist. Nächstes Mal gehe ich unten durch, das ist praktischer.

Im Tunnel ein Andrang wie beim Schlussverkauf

Gestern Morgen eröffnete die neue Neumarkt-Passage: OB Fip versüßt offene Worte mit selbst gebackenen Berlinern

Osnabrück fhv

" Und hiermit erklären wir die Neumarkt-Passage für eröffnet." Als Roswitha Dinger für die Osnabrücker Parkstätten-Gesellschaft gemeinsam mit Oberbürgermeister Hans-Jürgen gestern Morgen um Punkt 11 Uhr das blaue Band durchschnitt, wartete bereits eine riesige Menschenmenge. Nur Minuten später herrschte Gedrängel wie zu den besten Zeiten des Winterschlussverkaufs in der renovierten Passage.

Dort unten warteten auf die Besucher nicht nur kostenlose Berliner und ein rosiger Blumengruß, sondern auch eine " runderneuerte" Tunnel-Lösung: Ein Natursteinfußboden aus sandfarbenem Granit, graue Wandverkleidungen und eine gegliederte Deckengestaltung aus Licht-Kassetten und transparentem Streckmetall schaffen positive Atmosphäre.

Wie viel sich durch den Umbau der letzten sechs Monate geändert hat, zeigen auch die neuen Eingangshauwerke. Viel Glas und Stahl, indirekte Beleuchtung und neue Rolltreppen sollen jede Schwellenangst mindern und den Schritt in das Souterrain erleichtern.

2, 9 Millionen Euro wird der Umbau der Neumarkt-Passage kosten; der zweite Bauabschnitt in Richtung Kollegienwall steht noch aus. Etwa zwei Millionen dürften derzeit verbaut sein, " den größten Teil erforderte die Verlegung der oberirdischen Technikzentrale", erläuterte gestern der OPG-Prokurist Karl-Heinz Ellinghaus.

Ob dieses Geld sinnvoll angelegt ist, mag die Zukunft erweisen. Die Osnabrücker jedenfalls eroberten die " neue" Passage binnen Minuten: So dass Oberbürgermeister Hans-Jürgen Fip, der im blütenweißen Konditoren-Jackett Konditormeister Reinhard Coppenrath und sein Team verstärkte, mit dem Marmelade-in-die-Berliner-Quetschen kaum nachkam. Als der größte Ansturm vorbei war, 1 200 Berliner und an die 180 Probier-Kilogramm Stollen ebenso dankbare Abnehmer gefunden hatten wie 600 Begrüßungsrosen am Stand von Blumenhändler Klaus Molitor, da stärkte sich Fip selbst dann an einer herzhaften Currywurst.

Zuvor hatte der Oberbürgermeister gemeinsam mit der OPG-Aufsichtsratsvorsitzenden Roswitha Dinger die Ehrengäste begrüßt. Unter den zahlreichen Ratsmitgliedern von CDU und FDP wirkte dabei der SPD-Ratsherr Uwe Körte (er ist stellvertretender Vorsitzender in der OPG-Gesellschaft) ein wenig isoliert - SPD und Grüne blieben ansonsten der Einladung fern.

Auch dieser Umstand mag Fip zu deutlichen Worten motiviert haben: " Hätte man auf mich gehört, wäre der Neumarkt schon seit zweieinhalb Jahren fertig, denn so war es beschlossen." Andererseits sei der Rat eben autonom und könne einen Beschluss wieder kassieren: " All das hat mit dem Oberbürgermeister und der Verwaltung nichts zu tun."

Immerhin sei jetzt ein gewisser Fortschritt erreicht: " Wir haben eine neue Neumarkt-Passage", sagte Fip und knüpfte daran den Wunsch, die Mieter mögen Erfolg haben und die Bürger die Passage wirklich annehmen. Dann sei die Eröffnung der Passage in der Tat " ein guter Tag für Osnabrück", und das nicht zuletzt, weil jetzt Ruhe nach den Turbulenzen der Vergangenheit einkehren könne. Denn " der Rechtsstreit mit dem Anlieger", so Fip in einem Nebensatz, " der wird auch gelöst werden."

Die neue Passage und die Zukunft des Neumarkts

Abstimmung mit den Füßen

Von Frank Henrichvark

Uff! Rings um den Neumarkt muss gestern Morgen ein befreites Aufatmen zu hören gewesen sein: Nach quälend langen Debatten und einem beispiellosen Hin und Her tut es allen Beteiligten gut, wenn dann endlich ein Ergebnis zu verzeichnen ist.

Diese Freude sei den Verantwortlichen bei Rat, Verwaltung und OPC gegönnt. Gleichzeitig muss aber klar sein: Die Debatte ist nicht zu Ende - genauso wenig wie Stadtentwicklung jemals abgeschlossen sein kann, jetzt haben in diesem städtebaulichen Selbstversuch erst einmal die Osnabrücker das Wort. Sie werden abstimmen, mit den Füßen und unmissverständlich. Und dann werden die Politiker zu reagieren haben.

FRISCHE BERLINER FÜR ALLE: Oberbürgermeister Hans-Jürgen Fip und Iris Coppenrath verköstigten gratis die ersten Besucher der Neumarkt-Passage. Fotos: Jörn Martens / Michael Hehmann

EINE DICKE BLAUE SCHLEIFE, und dahinter stauten sich schon lange vor der Zeit die ersten neugierigen Passanten auf dem Neumarkt.

FREUNDLICHE FARBEN UND EINLADENDE SITZGELEGENHEITEN: Passagen-Charakter zaubern die neuen gastronomischen Anbieter.
Autor:
fhv


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