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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Inhalt:
Überschrift:
Schüler als Reporter
 
Wind - die Kraft der Zukunft?
 
Die Sonne schickt uns keine Rechnung
Zwischenüberschrift:
Thema Umwelt:
 
Die Energie von Sonne, Wind und Biogas nutzen: Sinnvoll oder überflüssig?
 
Solartechnik klingt für Laien zunächst kompliziert, ist aber im Grunde ein einfaches System
Artikel:
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Originaltext:
Schüler als Reporter

Thema Umwelt

Osnabrück

Die Beiträge zum Thema Energie wurden von Christian Paulsmeyer und Patrick Mentrup geschrieben, Gymnasium Bad Iburg, 9L. Sie nahmen am KLASSE!- Projekt der Neuen OZ teil.

Mit KLASSE! engagiert sich die Neue OZ für die Stärkung der Medienkompetenz der Schüler aller Schulformen. Im abgelaufenen Schuljahr beteiligten sich 6 000 Jugendliche an KLASSE! Das Projekt wird von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt und der Fromm-Stiftung gefördert. Bausteine von KLASSE! sind das vierwöchige Schülerabo und der Artikel-Wettbewerb. KLASSE! wird auch im kommenden Schuljahr angeboten, diesmal auch für die 3. und 4. Grundschulklassen Kontakt: Tel. 0541/ 310687, E-Mail m.schwagerts@ neue-oz.de. Weitere Infos auch unter www.neue-oz.de.

Wind - die Kraft der Zukunft?

Die Energie von Sonne, Wind und Biogas nutzen: Sinnvoll oder überflüssig?

Von Christian Paulsmeyer und Patrick Mentrup

Osnabrück

Zurzeit wird der Energiebedarf noch weitgehend von fossilen Energieträgern gedeckt, doch wie lange noch? Es stellt sich die Frage, ob man nicht gerade die Windkraft als langfristigen Energielieferanten etablieren sollte.

Bis zur Erfindung der Dampfmaschine 1785 lieferte gerade die Windkraft (Windmühlen und auch Wassermühlen) die Energie, die durch menschliche und tierische Arbeitskraft nicht aufgebracht werden konnte. Dies änderte sich aber schlagartig, als die Dampfmaschine, die witterungsunabhängig war, in Betrieb genommen wurde. Die Wirtschaft erhielt durch dieses Novum einen enormen Schub, und viele neue Arbeitsplätze entstanden.

Wir sind nun an einem Punkt angelangt, wo die Windkraft wieder an Bedeutung gewinnen könnte. So ist man in Schwellenländern wie zum Beispiel China und Indien darauf bedacht, neben der konventionellen Energiegewinnung einen Ausgleich zu schaffen, der von regenerativen Energien getragen werden soll. Diese sind im Gegensatz zu fossilen Rohstoffen, die auf Jahrzehnte begrenzt sind, unerschöpflich. So ist bei abnehmender Verfügbarkeit festzustellen, dass die Kosten der Rohstoffe rapide in die Höhe schnellen und somit unter Umständen eine Wirtschaftskrise zur Folge haben können. Daher besteht gegebenenfalls die Gefahr, dass sich wirtschaftsstarke Länder um die Ressourcen streiten und ein Krieg, wie in jüngster Vergangenheit erlebt (Irak), sich wiederholen könnte. Deswegen scheint eine Sichtung nach Alternativen zwingend notwendig, um Konflikten aus dem Weg zu gehen.

Auch unter klimatischen Gesichtspunkten birgt der Umgang mit konventionellen Energieträgern eine nach wie vor vorhandene Gefahr. So verursacht die Erzeugung aus fossilen Quellen, in diesem Falle Erdöl, Kohle und Erdgas, den Ausstoß von gefährlichen CO2-Gasen, die das Gleichgewicht zwischen Kohlendioxid und Sauerstoff in der Luft zu Ungunsten des Sauerstoffanteils verändern (Treibhauseffekt), was zu einer globalen Temperaturerhöhung beiträgt.

Ein weiterer Vorteil von durch Windkraft erzeugter Energie ist, dass sie nicht, wie es bei den Primärenergieträgern Erdöl, Kohle, Erdgas und Natur-Uran der Fall ist, über weite Strecken transportiert werden muss. Nach der Förderung der Primärenergieträger müssen diese meist zu Sekundärenergieträgern (z.B. Erdöl zu Benzin) aufbereitet werden. Erst nach dem Transport zum Endverbraucher stehen sie als Endenergie bereit. Von der gesamten geförderten Primärenergie gehen durch die einzelnen Umwandlungsschritte rund zwei Drittel verloren. Aus diesem Grunde bieten sich die regenerativen Energien (Biogas, Sonne, Wind) im Mix als Energieträger an. Sie werden dezentral gesteuert, was bedeutet, dass die Energie regional produziert und verbraucht und keine langen Strecken, auf der Energie verloren gehen könnte, zu überbrücken hat. Die fossilen Energien werden jedoch zentral gesteuert, was wiederum bedeutet, dass die Energie in Atomkraftwerken oder zum Beispiel Braunkohlewerken umgewandelt wird und von dort aus die Haushalte versorgt werden.

Die Alternative Windkraft scheint somit fast unumgänglich, wenn man sich nicht in die Gefahr stürzen will, von fossilen Energieträgern abhängig zu sein.

Die Sonne schickt uns keine Rechnung

Solartechnik klingt für Laien zunächst kompliziert, ist aber im Grunde ein einfaches System

Osnabrück

Seit einigen Jahren können auch Privathaushalte die Energie der Sonne für sich nutzbar machen.

Solartechnik klingt anfangs zwar sehr kompliziert, ist aber im Grunde ein einfaches System: Kollektoren (zur Gewinnung von Wärmeenergie) und Fotovoltaikplatten (zur Stromgewinnung) werden meist auf dem Dach oder an der Fassade eines Gebäudes angebracht, um von dort die Energie der Sonnenstrahlen aufzunehmen und diese in verschiedene private oder öffentliche Speicher weiterzuleiten.

Eine Solaranlage nach dem Prinzip der Solarthermie wandelt Sonnenenergie in nutzbare Wärme. Spezielle Kollektoren übertragen die Sonnenenergie auf eine Wärmeträgerflüssigkeit, die in einem geschlossenen Kreislauf zum Beispiel das Brauchwasser in einem Solarspeicher erwärmt. Diese Art der Nutzung wird am häufigsten gebraucht und ist die sinnvollste Art, weil so im Sommer die Heizungsanlage weitgehend abgestellt werden kann.

Die Sonne gibt in weniger als vier Stunden genügend Energie auf die Landfläche der Erde ab, dass damit der weltweite Energiebedarf eines Jahres gedeckt werden könnte. Hier in Norddeutschland liefern die Solaranlagen in den Sommermonaten beinahe 100 Prozent des Energiebedarfs für Warmwasser,

Keine Belastung durch Abgase auf das gesamte Jahr bezogen etwa zwei Drittel. Der restliche Energiebedarf muss von einer herkömmlichen Heizung erzeugt werden. So lässt sich feststellen, dass ein normaler Haushalt nicht ausschließlich durch Sonnenenergie versorgt werden kann. Dennoch ist diese Ergänzung umweltfreundlich, solange auch bei der Herstellung einer Solaranlage auf die Umwelt geachtet wird, was häufig nicht der Fall ist. Die Hersteller versuchen nämlich möglichst kostengünstig zu produzieren, um der stärker werdenden Konkurrenz standhalten zu können und die Anlagen auch für Privatverbraucner erschwinglich zu machen.

Außerdem ist zu berücksichtigen, dass die Sonnenstrahlen im Gegensatz zu fossilen Rohstoffen ewig vorhanden sind. So entsteht keine unnötige Belastung durch Abgase.

Als letzter Aspekt wäre zu betrachten, dass ein Solarsys-tem weit langlebiger als eine verbrennende Heizung ist.

Insgesamt wird bei der Nutzung einer Solaranlage nicht nur auf die Umwelt geachtet, sondern es kann auch noch geringfügig gespart werden. Das ist jedoch erst nach Jahren der Fall, und auf Grund der hohen Anschaffungskosten kann sich nicht jeder Privatmensch ein solches System wirklich leisten. Für größere Betriebe wäre es allerdings eine Überlegung wert, sich eine Solaranlage anzuschaffen.

DIE FOSSILEN ENERGIETRÄGER Kohle, Erdgas und Erdöl sind die Hauptlieferanten von Strom und Wärme. (1 Exajoule entspricht einer Trillion (1 mit 18 Nulen) Joule)

das Gleichge

DER WIND macht unabhängiger von fossilen Energieträgern wie Erdöl und Kohle. Foto: Weisflog
Autor:
Christian Paulsmeyer


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