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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
Den Tieren in den Boden folgen
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Weltweit einmalig: Der unterirdische Zoo
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
OSNABRÜCK hin. Das Startsignal kam gestern Nachmittag aus Berlin: Die Umweltstiftung gibt 542 000 Euro für den Bau des unterirdischen Zoos zwischen Naturkundemuseum und Zoo-Eingang. Die Arbeit beginnt noch in diesem Jahr. Spätestens Ende 2008 soll die weltweit einmalige Unterwelt für Besucher geöffnet werden.

Mit dem Geld der Umweltstiftung ist der Grundstock der Finanzierung gesichert. Weitere Zuschüsse kommen von der Toto- und Lotto-Gesellschaft (100000 Euro), der Allianz-Umweltstiftung (175000 Euro) und der Sparkassenstiftung (100000 Euro). Den Rest von etwa 300000 Euro übernimmt die Zoogesellschaft.

" Erlebnisausstellung zum Thema Bodentiere - Bodenschutz" heißt das Projekt offiziell. Besucher können die Tiere unmittelbar in deren Lebenswelt unter unseren Füßen erleben. Die beliebten Präriehunde und die meist verabscheuten Ratten, Nager wie der Graumull oder Insekten wie die Erdhummel werden im unterirdischen Zoo leben. " Die naturnahe Inszenierung soll bei den Besuchern die Illusion wecken, sich mit den Tieren im Erdreich aufzuhalten", sagte Fritz Brickwedde, Generalsekretär der Umweltstiftung gestern in Berlin. Der Besucher solle " Sympathie und Respekt" vor den Bodenbewohnern entwickeln.

Das Naturkundemuseum erhält gleichzeitig einen Tagungskomplex, den die Stadt Osnabrück finanziert. Die Kosten: 750000 Euro.

Der Zoo meldete im vorigen Jahr einen erneuten Besucherrekord. Bis Ende 2005 kamen 690000 Gäste in den Tierpark am Schölerberg, 20000 mehr als im bisherigen Rekordjahr 2004. Der Gewinn vor Abschreibungen lag nach Angaben des Zoos bei 700 000 Euro.

KOMMENTAR

Maßstäbe gesetzt

Der Osnabrücker Zoo setzt Maßstäbe in Deutschland. Kein anderer Zoo kann einen ähnlich hohen Anteil von Sponsorengeldern in der Bilanz vorweisen. Kaum ein anderer Zoo kann Jahr für Jahr derart stark wachsende Besucherzahlen präsentieren.

Und nun die vorläufige Krönung: Der unterirdische Zoo wird dem Osnabrücker Schmuckstück nochmals einen gewaltigen Schub geben. Man beachte: Drei Viertel der Investitionssumme werden durch Zuschüsse aufgebracht. Eine stramme Leistung, wie auch die Skeptiker des Projektes anerkennen müssen.

Wer die Geschäftsführung kennt, ahnt, dass der Zoo nicht ruhen wird. Man darf gespannt sein, welche Ideen das Team noch entwickelt.

Von Witfried Hinrichs
Autor:
Wilfried Hinrichs


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