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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
Fip: Zum ersten Mal käme Geld nach Osnabrück
 
Buga-Ausstieg der SPD stößt auf scharfe Kritik
Zwischenüberschrift:
Drei Fragen an den Oberbürgermeister zur Buga
 
CDU: Unredlich - FDP: Unverständlich - Grüne: Alles Taktik
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Drei Fragen an den Oberbürgermeister zur Buga

Fip: Zum ersten Mal käme Geld nach Osnabrück

Osnabrück hin

Herr Fip, die SPD rückt von der Buga ab. Was sagen Sie Ihren Parteigenossen: Warum braucht Osnabrück die Buga?

Fip: Ich sage es nicht nur meinen Parteigenossen, ich sage es allen Bürgern. Ich kann verstehen, dass sich im ersten Eindruck die Bedeutung dieses Themas nicht jedem erschließt. Für mich liegt in der Buga ein wichtiges Stück der Zukunftsgestaltung der Stadt, weil es mit der Buga gelingt, erstmalig seit Bestehen der Bundesrepublik einen Geldtransfer für ein Projekt nach Osnabrück zu holen. Die Buga dient den Menschen, die hier leben, weil sie sich mehr mit der Stadt identifizieren und weil sie ein außergewöhnliches Territorium bekommen, das die Wohn- und Lebensqualität erhöht. Und durch die Buga und die Programme zur Nachnutzung wird die Stadt außen stärker wahrgenommen. Das erhöht die Attraktivität des Wirtschaftsstandortes und wirkt sich auf die Arbeitsplätze aus.

Sind es nur Kleingeister, die sich Sorgen um die finanzielle Belastung machen?

Fip: Nein, das sehe ich auf keinen Fall so. Die Finanzbetrachtung hat einen hohen Stellenwert. Ich weise aber darauf hin: Wenn das Geld nicht in Osnabrück ausgegeben wird, dann wird es anderswo ausgegeben. Man braucht solche Ziele, die die Kraft und Vitalität einer Stadt weiter herausfordern. Das ist die Funktion der Buga. Städte, die sich solche Ziele setzen, schaffen den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wandel besser.

Was erwarten Sie vom Land?

Fip: Ich erwarte eine Kofinanzierung durch das Land, die sich am Beispiel Koblenz bemisst. Koblenz bekommt 50 Millionen Landeszuschuss. Unsere Buga ist größer, der Beitrag des Landes müsste entsprechend sein. Eine Zahl kann ich nicht nennen. Das Land, der Kreis und die Stadt arbeiten in der Buga-Gesellschaft zusammen an der Konzeption und Finanzierung. Der Ministerpräsident hat die Bewerbung unterstützt und die Unterstützung der Landesregierung fest zugesagt. Ich habe in dieser Hinsicht volles Vertrauen.

HANS-JÜRGEN FIP

Buga-Ausstieg der SPD stößt auf scharfe Kritik

CDU: Unredlich - FDP: Unverständlich - Grüne: Alles Taktik

Osnabrück hin

" Die SPD sollte nicht nervös werden": Mit diesen Worten hat Burkhard Jasper (CDU) auf die Ankündigung von OB-Kandidat Boris Pistorius (SPD) reagiert, von der Bundesgartenschau Abstand zu nehmen, wenn das Land bis Mitte 2006 nicht eine " bezifferte Finanzzusage" abgibt.

Es sei " äußerst ungeschickt", dass die SPD ohne Not eine vorzeitige Entscheidung erzwingen wolle, sagte Jasper. Das Land könne heute keine Zusage machen, die sich auf den nächsten Landeshaushalt auswirke. Jasper zeigte sich optimistisch, dass das Land mit einer " angemessenen Summe" eintreten wird. Osnabrück sei an der Reihe: " Hannover hatte die Expo und hat jetzt die Fußball-WM." Die Buga sei ein Schritt zur Entwicklung des Piesberges hin zu einem Landschaftspark, betonte Jasper. CDU-Fraktionschefin Irene Thiel nannte den Teilrückzug der SPD " unredlich". Grünen-Sprecher Michael Hagedorn begrüßte es " natürlich, wenn die SPD sich unserer seit langem vertretenen Auffassung endlich annähert". Die Buga sei finanziell nicht zu schultern. Hagedorn weiter: " Leider ist die Haltung immer noch sehr taktisch geprägt und keineswegs so klar, wie es scheint." Pistorius wisse genau, dass das Land 2006 gar keine verbindlichen Zusagen machen könne. Eine Entscheidung könne also genauso gut heute erfolgen. " Davor drückt sich die SPD aber nach wie vor, weil sie den schwarzen Peter gerne Herrn Wulff zuschieben und davon ablenken möchte, dass sie wie die Ratsmehrheit auch jahrelang aufs falsche Pferd gesetzt hat." Hagedorn kritisiert, dass noch in der vergangenen Woche neue Gutachten und Beratungsleistungen mit Unterstützung der SPD in Auftrag gegeben wurden.

FDP-Fraktionschef Dr. Thomas Thiele hält es für " unverständlich, dass die SPD jetzt Druck macht". Das touristische Potenzial und die Entwicklungschancen für die Region würden in Hannover erkannt und unterstützt. " Unser Glücksfall für Niedersachsen, unser Ministerpräsident Christian Wulff, hat uns die Unterstützung ja zugesagt", so Thiele. Wichtig sei, dass die Kosten der Buga bald genauer beziffert würden. Er halte eine Buga, die sich im finanziellen Rahmen der Koblenzer Veranstaltung bewege, für machbar. Die Buga 2013 in Koblenz wird 102 Millionen Euro kosten.

Die Junge Union wirft Pistorius vor, die Interessen der Stadt " aus egoistischer Wahlkampftaktik" zu verraten. Es sei dumm, das Land politisch erpressen zu wollen, erklärte JU-Sprecher Till Voß.
Autor:
hin


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