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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Am Bergmann-Tunnel wird schon gearbeitet
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Erste Berechnungen liegen vor - Streit um die Passage zieht sich hin - Gute Stimmung im Keller
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Originaltext:
Am Bergmann-Tunnel wird schon gearbeitet

Erste Berechnungen liegen vor - Streit um die Passage zieht sich hin - Gute Stimmung im Keller

Osnabrück hin

Keiner will ihn, aber hinter den Fassaden werden schon Vorbereitungen für seinen Bau getroffen: Der Bergmann-Tunnel in der Neumarkt-Passage steht wie eine Drohung über allen Verhandlungen.

Hausbesitzer Dr. Theodor Bergmann und die Stadt streiten um den Neumarkttunnel. Bergmann verfügt über Nutzungsrechte, die durch den Umbau verletzt worden sind, wie das Verwaltungsgericht vor zwei Monaten feststellte. Es geht um die unterirdische Verbindung der beiden Bergmann-Häuser Sportarena und Neumarkt-Carree. Das Gericht verfügte, dass diese Verbindung durch einen mindestens zwei Meter breiten und etwa 50 Meter langen Tunnel durch den jetzt stillgelegten Mittelabschnitt wieder hergestellt werden muss. Seither führen Stadtbaurat Wolfgang Griesert und der Anwalt von Theodor Bergmann intensive Verhandlungen, die bislang zu keinem greifbaren Ergebnis geführt haben. Theodor Bergmann sagte, er brauche noch einige Tage Zeit, um das letzte Angebot der Stadt zu prüfen, das ihm in der vergangenen Woche zugegangen war. Über Einzelheiten schweigen sich beide Seiten aus.

Eine Annäherung scheint schwierig. Stadtbaurat Griesert will nach eigenen Worten " so schnell wie möglich eine Entscheidung". Bergmann dagegen sieht sich in einer starken Verhandlungsposition, die er nicht für eine schnelle Lösung aufgeben will. Die Stadt hat inzwischen das Oberverwaltungsgericht in Lüneburg angerufen.

Das Gerichtsurteil hat schon konkrete Auswirkungen: Die Wassertanks für die Spinkleranlage der Passage wurden an anderer Stelle eingebaut, um dem etwaigen Bergmann-Tunnel nicht im Wege zu stehen. Die Firma Scholle legte der Parkstätten-Gesellschaft (OPG) gestern erste Entwürfe für den Durchgang vor. Einzelheiten wollte der neue OPG-Chef Ingo Hoppe noch nicht mitteilen.

Heute Abend will er der OPG-Gesellschafterversammlung die Kalkulationen vorstellen. Die OPG verwaltet die Neumarkt-Passage. Die Gesellschafterversammlung bilden Mitglieder des Stadtrates.

Drei Wochen nach Eröffnung der neuen Passage überwiegen die positiven Reaktionen. Ingo Hoppe berichtet von mehreren Mietanfragen von Kaufleuten, die das Ambiente überzeugt habe. " Wirklich blendend" war der Start aus Sicht von Konditormeister Reinhard Coppenrath. Die Passage werde " sehr positiv angenommen", und das mache sich auch in der Kasse bemerkbar. Kritisch findet er, dass es keinen Durchgang mehr zum Ausgang Kollegienwall gibt: " Das vermissen die Leute ungemein."

Der Durchgang vom Kollegienwall zur Sportarena bleibt in seinem alten Zustand, bis die Bergmann-Frage geklärt ist. Während die Passage abends abgeschlossen wird, bleibt dieser Tunnel durchgehend geöffnet. Coppenrath beobachtet eine " bedenkliche Entwicklung": Der Durchgang sei an kalten Abenden ein beliebter Treffpunkt und drohe zu einem sozialen Krisenherd zu werden.

EIN BLICK HINTER DIE FASSADE: So sieht es zurzeit im stillgelegten Mittelabschnitt des Neumarkttunnels aus. Hier würde der Bergmann-Tunnel entstehen - der vom Gericht verfügte Verbindungsgang zwischen Sportarena und Neumarkt-Carrèe. Fotos: Klaus Lindemann

STILLSTAND: Der Durchgang Kollegienwall / Sportarena wird erst renoviert, wenn die Bergmann-Frage geklärt ist.
Autor:
hin


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