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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Hickhack um Lüstringer Berg geht zu Ende
Artikel:
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Originaltext:
Hickhack um Lüstringer Berg geht zu Ende

Die Anhöhe behält ihren Namen

Nachgehakt 0541/ 310-631

Gretesch tos
Der Lüstringer Berg wird auch in Zukunft offiziell nicht in " Gruners Berg" umbenannt. " Unsere Bemühungen für eine Umbenennung sind leider erfolglos geblieben", erklärte der Gretescher Friedhelm Broxtermann jetzt resigniert.

Laut amtlichem Stadtplan heißt die knapp 87 Meter hohe Anhöhe, die sich östlich des Betriebsgeländes der Firma Schoeller erhebt, Lüstringer Berg und das, obwohl sie zu etwa 90 Prozent auf Gretescher Gebiet liegt. Um diese " irreführende Namensgebung", wie Friedhelm Broxtermann findet, zu ändern, ist der Ortsrat Darum-Gretesch-Lüstringen aktiv geworden.

Namen von Bergen aus der Geschichte

Der Antrag auf Umbenennung des Lüstringer Berges in dem im Volksmund üblichen Namen " Gruners Berg" wurde jedoch von der Verwaltung der Stadt abgeschmettert. Die Begründung: Die Namensgebung von geografischen Objekten wie Landschaften, Bodenerhebungen oder Flüssen falle in den Zuständigkeitsbereich der niedersächsischen Landesvermessung.

Eine Stellungnahme vom Amt für Landesvermessung und Geobasisinformation Niedersachscn macht den aktiven Greteschern wenig Hoffnung, dass der Lüstringer irgendwann einmal zum Gruners Berg wird: Auf Anfrage unserer Zeitung teilte Klaus Leiner, Abteilung topografisch-kartografische Basisinformation, mit, dass sich die Namen von Bergen generell nach historischen Gegebenheiten richteten und ihre Festlegung nach alten Kartenwerken, also nach Eintragungen der ehemaligen Topografen der Landesvermessung, erfolge. Im Falle des Lüstringer Berges verweist Leiner auf eine preußische Landesaufnahme von 1895, die die Anhöhe bereits unter dem Namen verzeichne. " Die Bezeichnung , Lüstringer Berg' ist durchgehend zu finden", erklärt der Diplom-Ingenieur. " Einer Umbenennung des Berges wird meines Erachten* daher auch der StAGN (Ständiger Ausschuss für geografische Namen) nicht zustimmen."

Die Aktiven in Sachen " Gruners Berg", Friedhelm Broxtermann und auch Dr. Reinhard Loxtermann, ehemaliger Vorsitzender des Bürgervereins Darum-Gretesch-Lüstringen, reagierten enttäuscht auf diese Neuigkeiten. " Der Bürgerverein wird wohl keine weiteren Schritte einleiten. Ich sehe keine Chance, dass wir mit einem Antrag durchkommen würden. Obwohl eigentlich nicht einzusehen ist, warum der Waldteil, der ja nun wirklich auf Gretescher Grund liegt, nicht umbenannt werden kann", findet Reinhard Loxtermann. Auch der engagierte Gretescher Friedhelm Broxtermann gibt sich geschlagen. " Trotzdem werde ich das Gebiet weiterhin Gruners Berg nennen. Im Volksmund ist es immer der Gruners Berg, nie der Lüstringer Berg gewesen."
Autor:
tos


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