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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Neue Sicht auf ein altes Gebäude
Zwischenüberschrift:
Ehrenamtliche haben Bauarbeiten am Piesberger Gesellschaftshaus vorbereitet
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück rei

Eine Aufräumaktion verändert den Blickwinkel. " Man sieht das Haus ganz anders", sagt Imke Wedemeyer. Als Mitarbeiterin des Piesberger Gesellschaftshauses ist sie jeden Tag in dem Gebäude von 1871. Doch auch für sie war es etwas Besonderes, die heute beginnenden Bauarbeiten mit freiwilligen Helfern vorzubereiten.

Das alte Gerümpel aus dem Schuppen räumen, Schubkarren rollen, einen Weg anlegen - die Helfer müssen richtig ran. " Man muss schon zupacken", sagt Angelika Vossgröne vom Vorstand des Gesellschaftshauses. Das gilt für alle Helfer, die den anrückenden Bauarbeitern im Gesellschaftshaus buchstäblich den Weg frei machen.

Denn der Schuppen des Gesellschaftshauses braucht ein neues Fundament. An der Gebäudeecke über dem Hang sind bereits Steine weggebrochen. Gäbe es keine Hilfe, würde der Schuppen irgendwann den Hang hinunterrutschen. Um das Haus zu sichern, tragen die Bauarbeiter die alten Steine der beschädigten Wand ab, legen ein neues Fundament an und ziehen die Wand wieder hoch.

Norbert Marx und weitere Helfer legen auf dem schmalen Weg auf dem Hang einen Weg für das Baugerüst an. Sand wird in Schubkarren herbeigeschafft, Holzleisten sichern den Weg ab. Der Hang sei schuld an den Gebäudeschäden, erklärt Marx, der hauptberuflich als Bauplaner an der Restauration des Hauses beteiligt ist. Denn in den zwanziger Jahren wurde eine Bahnlinie einige Meter vom Schuppen entfernt angelegt. Dafür wurde der Boden unter den Schienen abgesenkt. Durch die damit entstandene Schlucht stand der Schuppen nicht mehr auf sicherem Grund.

An den Vorbereitungen für die Bauarbeit nimmt Marx wie alle anderen ehrenamtlich teil. Die Helfer üben im wahren Leben andere Berufe aus: Unter anderen sind eine Regisseurin, ein Verwaltungsangestellter und ein pensionierter Musiklehrer dabei. Auch Imke Wedemeyer hilft außerhalb ihres regulären Arbeitsablaufes im Gesellschaftshaus. 108 000 Euro koste die Restaurierung des Hauses, sagt sie. Gleichzeitig mit der Errichtung des Fundamentes werden auch die Dachrinne und das Notlicht erneuert. 50 000 Euro dieses Betrages kommen nicht von der Stadt, sondern werden aus Drittmitteln bezahlt.

Dank des ehrenamtlichen Engagements könne das Gesellschaftsbaus mehrere tausend Euro von dem zugestandenen Betrag an die Stadt zurückgeben, so Wedemeyer. Das freut auch den Pyer Ortsbürgermeister Josef Thöle, der bei den Helfern vorbeischaute. " Das Piesberger Gesellschaftsbaus ist ein wichtiger Mosaikstein für den Landschaftspark Piesberg", sagt er. Das gelte auch im Hinblick auf die Buga.

Am kommenden Samstag müssen die Helfer noch einmal ran, um das Dach abzudecken. Über die Unterstützung weiterer Freiwilliger würde Imke Wedemeyer sich freuen. Die Kulturveranstaltungen im Piesberger Gesellschaftshaus laufen während der Bauarbeiten weiter.

TATKRÄFTIG ZUGEPACKT haben Imke Wedemeyer (links) und andere Freiwillige, um den heute anrückenden Bauarbeitern ihre Aufgabe am Piesberger Gesellschaftshaus zu leicht wie möglich zu machen. Foto: Jörn Martens
Autor:
rei


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