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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
Rückwärts raus und Hadbremse ziehen
Zwischenüberschrift:
Fahrtraining mit Gehstock und Rollator: Gestern Seniorenschulung im Trainingsbus am Bischof-Lilje-Heim
Artikel:
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Originaltext:
Rückwärts raus und die Handbremse anziehen

Fahrtraining mit Gehstock und Rollator: Gestern Seniorenschulung im Trainingsbus am Bischof-Lilje-Heim

OSNABRÜCK gil.
Rein in den Bus und gleich wieder hinaus. Sperrig stellt sich der Rollator in den Weg. Um den Einstieg schart sich eine muntere Seniorengruppe nebst Gehwagen. Mit dem rotweißen Bus sind die Stadtwerke gestern beim Bischof-Lilje-Altenzentrum vorgefahren, um die Bewohner im Umgang mit möglichen Tücken zu schulen.

Die Idee kam auf, nachdem dort im Februar die Seniorin Ingeborg Nyenhuis beim Verlassen des Busses mit ihrem Rollator zu Fall gekommen war. " Wir haben die Stadtwerke darum gebeten. Es kann nicht hingenommen werden, dass Leute aus dem Bus stürzen", erklärt Martina Thalmann, Pflegeleiterin des Heims.

15 Senioren beteiligen sich. Sogar ein achtjähriger Junge im Rollstuhl nutzt die Gelegenheit, sich Sicherheitstipps geben zu lassen. Und auch die damals Gestürzte gibt nicht auf und übt, begleitet von ihrer Tochter Gabriele Voßgröne. Sie hat die Aktion mitorganisiert.

" Immer rückwärts raus, und zum Kippen Handbremse anziehen. Rein geht' s auch vorwärts", gibt Busfahrer Olaf Sidortschuk seine Kommandos. Manche Busse können eine Einstiegsrampe herunterlassen. Man solle sich nicht scheuen, den Busfahrer um Hilfe zu bitten. Eine größere Altengruppe könne man auch vorher telefonisch avisieren, allerdings aus Platzgründen nicht zu Stoßzeiten morgens oder mittags.

Im Bus geht mittlerweile nichts mehr. Vier Rollatoren blockieren sich gegenseitig. Kein Durchkommen mehr, trotz guter Ratschläge. Die Freifläche des neuen Busses ist kleiner als die älterer Modelle. Dafür gibt es dort aber Klappsitze. Für deren Nutzung plädiert Berater Sascha Vidmar aus der Marketingabteilung der Stadtwerke. " Auf keinen Fall im Stehen fahren", fordert er. Beim Bustraining für Grundschulklassen werde immer bei 15 km/ h eine Vollbremsung demonstriert, deren Kräftewirkung einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Um Probleme beim Fahrschein-Abstempeln im anfahrenden Bus zu vermeiden, empfiehlt er, sich eine übertragbare Netzkarte oder ein Umweltabo zu teilen. Vidmar kann sich vorstellen, das Training bei Nachfrage auch anderen Seniorengruppen anzubieten. " Das ist eine gute Sache", loben einhellig die Teilnehmer. " Jetzt trauen wir uns doch mal mit dem Bus in die Stadt."

Nur Geduld: Vor dem Bischof-Lilje-Heim boten die Stadtwerke gestern ein Fahrtraining für Senioren an. Foto: Gert Westdörp
Autor:
gil


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