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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Herr Adebar am Küchenfenster
Zwischenüberschrift:
Ein Storch sucht Frösche in Hellern
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Herr Adebar am Küchenfenster

Ein Storch sucht Frösche in Hellern

Hellern (nina)

" Papa, da ist ein Fischreiherl" rief ihm seine Tochter zu. Auch seine Frau hatte vom Küchenfenster einen großen Vogel auf dünnen Beinen gesehen. Doch Arthur Edge schaute genau hin: Auf den zweiten Blick entpuppte sich der " Fischreiher" am Kampweg als ein Storch, der sich durch nichts von der Nahrungssuche abhalten ließ.

" Ich konnte bis auf zehn Meter ran", freut sich Arthur Egde. Fast zwei Stunden lang konnte er gestern den Klapperstorch in der Feuchtwiese vor seinem Haus beobachten. " Wir haben hier seit längerem ein Fischreiherpäarchen, deshalb hat meine Tochter den Storch für einen Fischreiher gehalten." Das konnte Edge nicht passieren: Der 71-jährige Engländer, der in der Grafschaft Norfolk aufgewachsen ist, kennt sich aus. Seit 1958 lebt er in Hellern - aber einen Storch hatte er noch nie vor seinem Küchenfenster.

Aus dem Zoo entflogen ist der Storch wohl nicht: Er gehört zu dem frei fliegenden Storchenpaar, das sich im Zoo niedergelassen hat, vermutet Zoodirektor Wolf Everts. " Die sind letztes Jahr hier eingezogen und nach dem Winter wiedergekommen", erklärt Everts. Woher die Tiere stammen und wie alt sie sind, weiß keiner so genau. Sie brüten neben dem Seehundgehege auf einem Würgefeigenstamm. " Einer brütet, einer besorgt Nahrung", beschreibt der Zoodirektor die Arbeitsaufteilung bei den Störchen.

" Die Störche sind liebenswerte Gäste, nicht menschenscheu", klärt Everts auf. Diese Erfahrung hat auch Arthur Edge gemacht: Ob lärmende Trecker, neugierige Spaziergänger oder blitzende Fotoapparate - Meister Adebar ließ sich durch nichts aus der Ruhe bringen. Das kann der Osnabrücker Ornithologe Dr. Gerhard Kooiker erklären: " Der Weißstorch wurde nie gejagt, deshalb ist er so zahm. Er freut sich, wenn er Menschen sieht."

Seit 1880 gibt es in Osnabrück keine Störche mehr. Erst in den vergangenen Jahren tauchten einzelne Paare wieder auf. Feuchtwiesen und Frösche - wie in Hellern am Kampweg - sind die Voraussetzung, um Störche wieder heimisch werden zu lassen. Derzeit sollen etwa 380 Pärchen in Niedersachsen leben.

GAR NICHT MENSCHENSCHEU: Gestern tauchte dieser Storch in einer Feuchtwiese am Kampweg in Hellern auf. Foto: Elvira Parton
Autor:
nina


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