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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Freiheit für Cäsar und Camille
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Vortrag in der DBU: Was der Zoo in Osnabrück für den Artenschutz tut
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Originaltext:
Freiheit für Cäsar und Camille

Vortrag in der DBU: Was der Osnabrücker Zoo für den Artenschutz tut

Von Kerstin Schulte

Osnabrück

Die größte Eule, der Uhu, ist in Steinbrüchen im Osnabrücker Land wieder heimisch. Ausgewilderte Luchse aus dem Zoo Osnabrück schleichen im Harz wieder auf leisen Pfoten durch den Wald. Was Zoos für den Artenschutz und die Arterhaltung tun, berichten Zoodirektor Dr. Wolf Everts und Zoobiologin Ute Magiera am Donnerstag, 27. Oktober, 18 Uhr, in der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU).

Im Sommer 2001 wurde der Luchs Cäsar, geboren im Osnabrücker Zoo, im Naturpark Harz ausgewildert. Die Osnabrücker Zooleute nehmen an, dass er sich in der Freiheit gut zurechtfindet. Zu den tot aufgefundenen Tieren gehört er bisher jedenfalls nicht. Camille, ein ebenfalls aus Osnabrück stammendes Luchsweibchen, hat in freier Wildbahn inzwischen sogar Junge zur Welt gebracht.

Zootiere bilden eine " Reservepopulation" für die Natur, wenngleich eine erfolgreiche Auswilderung immer noch ein Wunschergebnis sei, wie Zoobiologin Magiera sagt. Oft vereitele ein zerstörter Lebensraum diesen Erfolg. Deshalb setzt sich der Osnabrücker Zoo zum Beispiel mit einem Programm auch dafür ein, dass Lebensräume der Tapire in Südamerika erhalten bleiben. Der Vortrag der beiden Osnabrücker Zoologen am kommenden Donnerstag gehört zum begleitenden Vortragsprogramm der Ausstellung " FasziNatur - Natur entdecken" und beginnt um 18 Uhr mit einer kurzen Führung durch die Ausstellung. FasziNatur ist im Zentrum für Umweltkommunikation der DBU, An der Bornau 2, montags bis donnerstags von 9 bis 17 Uhr und freitags von 9 bis 13 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Kostenlose Führungen werden angeboten. Anmeldung unter Telefon 05 41 / 9633-970.

" FasziNatur-Natur entdecken" ist eine Gemeinschaftsausstellung von DBU und Bundesamt für Naturschutz (BfN), die bis Ende April 2006 im Zentrum für Umweltkommunikation zu sehen ist. Diese Ausstellung macht neugierig auf die Natur und schafft Verständnis für das Thema Naturschutz. Anfassen und Ausprobieren sind erwünscht, sagen die Veranstalter. Besucher können etwa ein Fahrrad besteigen und das Grüne Band, den längsten Biotopverbund Europas, " erradeln". Die kleinen Besucher finden jeweils unter den Ausstellungstafeln Wissenswertes und Comics und können sich so spielerisch dem Thema nähern.

Serie " FasziNatur'

Zusammen mit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) in Osnabrück und weiteren Fachleuten werden in einer Neue-OZ-Serie verschiedene Aspekte des Naturschutzes beleuchtet und beispielhafte Projekte vorgestellt. Dazugehören unter anderem Artenschutz und Arterhaltung. Viele Arten - Tiere und Pflanzen - haben ihren Lebensraum veloren und sind deshalb in ihrem Bestand gefährdet. Was kann jeder Einzelne im Kleinen dazu tun, im eigenen Garten oder auf dem Balkon, damit die Natur wieder Einzug hält? Die Serie wird konkrete Naturschutz-Tipps für jedermann, Informationen und Ansprechpartner bieten und auf weiterführende Informationsangebote hinweisen.

Die Serienbeiträge erscheinen dienstags, meist in 14-tägigem Abstand. Der nächste Beitrag ist für Dienstag, 8. November vorgesehen. Thema: " Neubürger in der Tier- und Pflanzenwelt - Problem oder ökologische Bereicherung".

LUCHSE AUS OSNABRÜCK wurden im Naturpark Harz erfolgreich ausgewildert. Cäsar ließ sich nicht mehr blicken, und Weibchen Camille brachte inzwischen Junge zur Welt. Foto: dpa
Autor:
Kerstin Schulte


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