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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Piesberg: Bald ist der Weg frei für die Gipfelstürmer
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Der Rundwanderweg wird weiter ausgebaut: Zum Mammutbaum, zur Felsrippe und zur neuen Aussichtsplattform
Artikel:
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Originaltext:
Von Rainer Lahmann-Lammert

Osnabrück

181 Meter über Normalnull. Zu unseren Füßen ein tiefer Krater. Hinter dem Horizont die Nordsee. Auf dem Gipfel von Osnabrück wird die Luft schon etwas dünner für einen Flachlandalpinisten aus der norddeutschen Tiefebene. Für alle, die hoch hinaus wollen, baut die Stadt den Wanderweg um den Piesberg aus.

Seit acht Jahren dürfen Spaziergänger den Piesberg erkunden, allerdings nur samstags und sonntags, weil an den Wochentagen im Steinbruch gesprengt wird. Mit dem Bergfest am 4. September beginnt ein neues Kapitel: Die Piesberger Steinindustrie lässt es zu, dass der Wanderweg an sieben Tagen in der Woche benutzt wird.

An der Nordrandhalde entstehen gerade die Fundamente für eine neue Aussichtsplattform. Bei klarer Sicht lassen sich im Westen mit bloßem Auge die Kraftwerke in Lingen und Meppen ausmachen. " Ein unglaublich schöner Blick", schwärmt Fritz Brickwedde, der Vorsitzende des Verkehrsvereins Stadt und Land Osnabrück (WO). 60 000 Euro kostet das stählerne Bauwerk, das genug Platz für eine ganze Sduilklasse bieten soll. Neben dem WO, der den Löwenanteil autbringt, beteiligen sich auch der Förderverein für das Museum Industriekultur und private Spender an den Baukosten.

Wanderer erreichen die neue Plattform über eine neue Schleife vom Rundwanderweg, an dem schon gearbeitet wird. Den Part übernimmt die Stadt, zum Teil mit eigenen Kräften aus der Grünflächenunterhaltung. Auch diese Arbeiten haben schon begonnen. Schließlich soll bis zum 4. September alles fertig sein. Das Ganze wird als Vorleistung für die geplante Bundesgartenschau 2015 verstanden.

Da sollte auch der vor kurzem wieder entdeckte Mammutbaum am Osthang des Piesberges nicht länger im

Geldsegen dank der Buga-Perspektive

Abseits stehen. Eine Abzweigung vom Rundweg wird die Spaziergänger zu dem 140 Jahre alten Baumriesen führen, der einmal zum Park des früheren Zechendirektors Johann Rudolf Pagenstecher gehört hat.

Die Kohlezeche wurde zwar schon 1898 geschlossen, aber noch immer erinnern viele Bauwerke an die Zeit des Bergbaus. Zum Beispiel der Stüveschacht, eine Ruine, aus der schon lange die Birken wachsen. Vielleicht wird das Schachtgebäude ja zur Buga restauriert. Aber wer hätte gedacht, dass es 207 Meter in die Tiefe geht? Ein Blick, der Besuchern nicht vergönnt ist. Eine unscheinbare Stahlplatte deckt den Schacht ab. Unzugänglich - aber nicht mehr lange - ist auch die Felsrippe, auf der sich die vier Windräder weithin sichtbar drehen. Auf diesen markanten Punkt wollen die Buga-Planer nicht verzichten. Deshalb soll schon 2006 der Weg frei sein für die Gipfelstürmer, die sich an der Fernsicht berauschen wollen. Kein einfaches Unterfangen, wie Detlef Gerdts vom Fachbereich Grün und Umwelt erklärt. Am Steilhang droht der Fels abzustürzen, es müssen Stützmauern und Treppen gebaut werden.

Das kostet 400 000 Euro. Davon übernimmt das Land die Hälfte, den Rest teilt sich die Stadt mit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt. Ohne die Buga-Perspektive wäre das Geld nicht geflossen.

BEI GUTER SICHT ist nicht nur das Kraftwerk Ibbenbüren zu sehen, der Blick vom Piesberg reicht sogar bis nach Lingen und Meppen.

Fotos: Michael Hehmann

SO SIEHT EIN STEINBRUCH AUS, in dem vor über 100 Jahren gearbeitet wurde.

EIN KRATER, der einer Mondlandschaft alle Ehre machen würde: der Steinbruch im Piesberg.

AUSRANGIERT: Dem Museum Industriekultur ist dieser Bagger im Steinbruch eine Nummer zu groß. So rostet er vor sich hin.

DER STÜVESCHACHT könnte zur Buga in neuem Glanz erstrahlen. Wer hätte gedacht, dass es hier 207 Meter in die Tiefe geht?

DER RUNDWANDERWEG um den Piesberg bekommt ein paar neue Attraktionen. An der Nordrandhalde entsteht in diesen Wochen eine Aussichtsplattform, Abzweigungen führen bald zum Mammutbaum und zu den Windrädern. Grafik: Neue OZ/ Michel
Autor:
Rainer Lahmann-Lammert


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