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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Radfahrer bleiben im Visier der Polizei
Zwischenüberschrift:
14 Tage Schwerpunktkontrollen - Bestohlener hielt sich an einem fremden Drahtesel schadlos
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück

" Ich telefoniere sonst nie beim Radfahren", versichert der Osnabrücker. Nur heute hat er es getan - und radelt prompt in eine Polizeikontrolle an der Katharinenkirche. Die zehn Euro Strafe zahlt er einsichtig. Doch dann gibt er Fersengeld. Seine Frau wird hier auch bald vorbeikommen. Und die muss von seiner Verfehlung ja nicht wissen.

Morgens um 10 Uhr haben Polizeikommissar Meyer und seine Kollegen Lemke und Gerlach an der Katharinen-straße ihren Kontrollposten bezogen, auf der anderen Wallseite stehen die zivilen Mountainbikefahrer Wechsel und Schleibaum. " Der mit der blauen Jacke ist gerade bei Rot gefahren", kommt über Funk, eine halbe Minute später wird der radelnde Rotlichtsünder gestoppt: 25 Euro werden fällig.

Codieraktion jeden Donnerstag

Zwei Wochen lang konzentrieren sich die Beamten der Polizeiinspektion, unterstützt von Kollegen der Bereitschaftspolizei, auf die Osnabrücker Radfahrer. Ob bei stationären Kontrollen wie an der Katharinenkirche, oder vom Streifenwagen, vom Motorrad oder selbst vom Fahrrad aus haben sie ein Auge auf Räder und Radler.

Falsches Verhalten soll geahndet werden, außerdem wird die Verkehrssicherheit der Räder überprüft und ob sie vielleicht gestohlen sind. Ein Fahrraddieb ging den Beamten am Dienstag ins Netz. Sein Kommentar: Man habe ihm sein Rad gestohlen, da habe er sich eben auch ein fremdes genommen.

Glimpflich kommt die Studentin davon, die beim Radeln Musik hört (20 Euro) und deren Rücklicht kaputt ist (10 Euro). Polizeikommissar Lempke hat ihr kein Geld abgenommen. " Sie war einsichtig, und es war zu sehen, dass ihr jemand gerade erst das Rücklicht abgetreten haben musste. Ich habe ihr geraten, sich Stecklichter zu kaufen und das Rücklicht reparieren zu lassen. Das kostet sie schon genug."

Zur Kasse wird hingegen die Radlerin gebeten, deren Mountainbike kein Licht hat. " Leider werden die so verkauft, aber jeder Radler muss dann nachrüsten. Ein Rad muss nun mal einen Scheinwerfer und ein Rücklicht haben, die über einen Dynamo betrieben werden. Stecklichter reichen nicht", erklärt Polizeioberkommissar Martin Schmitz. Die junge Frau hat an ihrem Mountainbike überhaupt kein Licht und keine Reflektoren.

Seit Beginn der Schwerpunktaktion am Montag wurden bereits 400 Radler kontrolliert. Mit mahnenden Worten verwarnt oder auch zur Kasse gebeten wurden viele, die bei Rot fuhren oder in den Fußgängerzonen.

Mit Handzetteln informiert die Polizei während der Schwerpunktkontrollen über richtiges Verhalten, die richtige Ausstattung und wie man sein Rad vor Diebstahl schützen kann.

Codieraktionen finden jeden Donnerstag von 13 bis 18 Uhr bei der Polizei Osnabrück am Kollegienwall statt.

DIESES FAHRRAD ist kodiert, stellt Polizeioberkommissar Martin Schmitz bei der Kontrolle fest. Foto: Gert Westdörp
Autor:
d.


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