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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Zebrastreifen lohnt sich nicht
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Sutthausen: Display sagt "Danke"
Artikel:
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Originaltext:
Zebrastreifen lohnt sich nicht

Sutthausen: Display sagt " Danke"

Sutthausen ack

Damit etwas passiert, musste erst etwas passieren. So werden es wohl viele Eltern sehen, die sich schon lange über die Verkehrssicherheit Sutthauser Bahnhof beschwert haben. Aus dem Verkehrsunfall, bei dem kürzlich ein fünfjähriges Mädchen schwer verletzt wurde, will die Stadt jetzt Konsequenzen ziehen.

Allerdings sehen diese anders aus, als es viele Sutthauser fordern. Das wurde jetzt bei der Sitzung des Ortsrates deutlich. So soll es am Sutthauser Bahnhof auch weiterhin keine Fußgängerampel geben. Denn die müsste mit den nahen Bahnschranken gekoppelt werden. Und eine so komplizierte Anlage käme der Stadt teuer zu stehen: Verkehrsplaner Hans-Jürgen Apel nannte dem Ortsrat einen Betrag von rund 180 000 Euro.

Auch gegen einen Zebrastreifen habe sich die Verwaltung entschieden, so Apel. Denn während einer Verkehrszählung hätten nicht einmal zehn Fußgänger die Heimann-Ehlers-Straße im Bereich der Mittelinsel überquert. Für einen Zebrastreifen seien aber durchschnittlich 50 bis 100 überquerungen pro Stunde nötig. Andernfalls lasse die Aufmerksamkeit der Autofahrer schnell nach (" da geht doch sowieso nie jemand drüber").

Statt Ampel oder Zebrastreifen will die Stadt am Sutthauser Bahnhof nun eine etwa einhundert Meter lange Tempo-30-Zone im Bereich der beiden Überquerungshilfen einrichten. Außerdem ist geplant, zunächst für ein halbes Jahr testweise ein neuartiges Geschwindigkeitsdisplay anzubringen.

Neuartig deshalb, weil es keine Geschwindigkeiten mehr anzeigt. Stattdessen appelliert es vollautomatisch an die Lenker herannahender Fahrzeuge, " Langsam!" zu fahren. Halten sie sich daran, erscheint im Display das Wort " Danke!". Ein in das Schild integriertes Foto, das drei spielende Kinder zeigt, unterstreicht den Grund für die Tempo-Drosselung.

Dieses System sei besser als eine klassische Geschwindigkeitsanzeige, so Apel. Denn die verstünde so mancher junge Fahrer nicht etwa als Aufforderung, vom Gas zu gehen, sondern eher als Herausforderung, ein besonders hohes Tempo " herauszufahren".

" In Berlin, Frankfurt und Chemnitz wurden die neuen Displays bereits mit großem Erfolg getestet", berichtete Apel.

Zunächst seien zwei der jeweils etwa 3 500 Euro teuren Schilder angeschafft worden. Erprobt werden sollen sie zunächst am Sutthauser Bahnhof und an der Atterstraße in Eversburg.

TEMPO 30 soll diesen Abschnitt an der Hermann-Ehlers-Straße in Sutthausen sicherer machen. Vor kurzem war hier eine Fünfjährige von einem Lkw überfahren worden. Foto: Klaus Lindemann
Autor:
ack


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