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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
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Überschrift:
Ab ins Tierheim, bevor die Mietze Terror macht?
Zwischenüberschrift:
Vogelgrippe: Besorgte Anfragen
Artikel:
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Originaltext:
Ab ins Tierheim, bevor die Mieze Terror macht?

Vogelgrippe: Besorgte Anfragen

Osnabrück d.

Nein, seinen heiß geliebten Wellensittich habe noch niemand aus Angst vor der Vogelgrippe im Tierheim abladen wollen. Doch die ersten Katzenbesitzer haben schon versucht, ihren Liebling auf halbwegs elegante Weise dort loszuwerden. " Wir erteilen konsequent Absagen, denn es besteht kein Grund zur Panik und Sorge", stellt Tierheimleiterin Martina Niemann klar.

Die tote Katzen auf Rügen und Ausgangssperren beziehungsweise Leinenzwang für Katz und Hund in wenigen Gegenden haben schon bei vielen Osnabrücker Tierhaltern Besorgnis ausgelöst. Die Leiterin des Tierheims ist sicher: Die Anfragen, ob man in Hellern Haustiere aufnehmen kann, werden sich in dem Augenblick häufen, in dem auch in unserer Region ein Fall von Vogelgrippe auftritt.

Abgesehen davon, dass ein Tierheim nicht dazu da sei, unliebsam oder unbequem gewordene Vierbeiner aufzunehmen, wissen die Tierschützer schon jetzt nicht mehr, wohin mit der Katzenschwemme. Niemann: " Bei uns leben zurzeit noch 40 Fundkatzen, die im vergangenen Jahr zu uns gekommen sind. Und in den nächsten Monaten werden, wie in jedem Jahr, neue hinzukommen. Erst die rolligen Katzen, dann die Trächtigen und zum Schluss die Jungtiere."

Katzenbesitzer, die bislang im Tierheim angerufen haben, hätten sich schon jetzt Sorgen gemacht, was sie tun könnten, wenn für ihre an Freigang gewohnte Mieze eine Ausgangssperre verhängt würde. " Das Tierheim wäre da doch auch keine Lösung", sagt Niemann.

Das Tierheim gibt besorgten Bürgern die Tipps des Deutschen Tierschutzbundes weiter. Danach ist das Risiko, sich an einer infizierten Katze anzustecken, sehr gering. Das größere Problem ist, die an Freigang gewöhnte Mieze in der Wohnung zu halten, wenn die Behörden eine Ausgangssperre verhängen sollten. " Die Katze wird eine Woche verrückt spielen und, weil sie nicht ins Freie darf, in der Wohnung vielleicht Zerstörungen anrichten. Da muss der Besitzer durch", weiß man auch beim Osnabrücker Katzenschutzbund. " Man könnte auch den Balkon mit einem Netz verkleiden oder einen kleinen Auslauf bauen", sagt Martina Niemann.

Sie befürchtet, dass, wenn die Vogelgrippe um sich greift, gute Ratschläge nichts nützen und Katzenbesitzer versuchen werden, ihre Tiere um jeden Preis loszuwerden. " Die Menschen lügen oft, wenn sie Tiere abgeben. Da behaupten sie, es sei ein Fundhund, und dabei sieht man, dass Tier und Mensch zusammengehören."

Eine kranke Wildente wurde bislang im Tierheim abgegeben. In Hellern war jemand auf den watschelnden und schwankenden Vogel aufmerksam geworden und hatte die Feuerwehr alarmiert. Wie sich beim Tierarzt herausstellte, war die Ente schilchtweg ausgehungert.

VIELE KATZEN warten auf neue Besitzer. Miezen, die aus Angst vor der Vogelgrippe einfach abgeschoben werden sollen, nehmen die Tierschützer nicht auf. Foto: Jörn Martens
Autor:
d.


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