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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Rettung für eine Schwan-Familie
Zwischenüberschrift:
Von der Hase nach Hellern verfrachtet
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück (fhv)

Nicht jedes " hilflose" Tier in der freien Natur ist auch wirklich hilfebedürftig. " Aber in diesem Fall haben wirklich alle Beteiligten konsequent und richtig geahndelt", so sagte Tierschützer Wolfgang Merkt: Ein schwer kranker Höckerschwan mit seiner ganzen Familie musste deshalb von der Klöckner-Hase nach Hellern umziehen.

Das Schwanenpaar hatte seine Kinderstube auf der Hase und dem angrenzenden Magnum-Betriebsgelände im Hasepark eingerichtet. In den letzten Tagen fiel den Mitarbeitern jedoch auf, dass der Schwanenvater zunehmend " schwächelte" und nicht einmal mit den fünf kleinen Küken mithalten konnte.

Magnum-Geschäftsführer Rainer Hardt und seine Mitarbeiter hätten die Tiere deshalb vorsichtig zusammengetrieben und innen lediglich Wasser angeboten, so berichtete Herkt weiter, der Stadtbrandmeister Hartmut Lauxtermann habe dann den Kontakt zu der von Wolfgang Herkt unterhaltenen staatlich anerkannten Aufzucht-und Wildtierbetreuungsstation hergestellt.

Derzeit grassiere eine vermutlich Bakteriell verursachte Infektion unter dem Wassergeflügel und dabei vornehmlich bei den Höckerschwänen, berichteten Wolfgang Herkt und seine Tochter, die Tierärztin Birge Herkt. Sie verfrachteten die beiden Altvögel und ihre vielleicht vor drei oder vier Tagen geschlüpften Küken auf das Stationsgelände in Hellern.

" Denn eine Familie zu trennen, führt zur Depression bei den verbleibenden Vögeln", so der erfahrene Praktiker.

Inzwischen ziehen die kleinen grau beduhnten Schwanenküken auf einem Teich auf dem Stationsgelände ihre Runden, angeleitet von der Schwanen-Mutter. Einträchtig zusammen mit den seltenen Moor- und Reiherenten, argwöhnisch beäugt von einem Eisvogel. Der Schwanerich kuriert derweil auf dem Trockenen seine Infektion aus. " Und in einigen Wochen werden die Schwäne sich irgendwo eine neue Heimat suchen", ist sich Wolfgang Herkt sicher.

Fotountertitel:

VON DER KLÖCKNER-HASE NACH HELLERN: Diese Schwanenfamilie mit fünf Küken hat Asyl in der Auffangstation von Wolfgang Herkt gefunden. Foto: Michael Hehmann
Autor:
fhv


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