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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Das Ziel heißt: Weniger Rotlicht bei Nacht
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Stadt Osnabrück will den Verkehrslärm in der Nacht reduzierren: Jede zweite Ampel auf der Liste
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Das Ziel heißt: Weniger Rotlicht bei Nacht

Stadt Osnabrück will den Verkehrslärm in der Nacht reduzieren: Jede zweite Ampel auf der Liste

Osnabrück (klu)

Fast jeder kennt die Situation: Es ist nach Mitternacht, und die Straßen sind menschenleer. Trotzdem muss man vor roten Ampeln warten, denn die Lichtsignale regeln auch auf verwaisten Straßen stoisch den nicht vorhandenen Verkehr. Die Stadt will nun Abhilfe schaffen, indem sie eine ganze Reihe von Ampeln während der Nacht abschaltet.

Schon im vergangenen Jahr hat die Stadt sechs Ampelanlagen, wie etwa an den Kreuzungen Narupstraße / Karmannstraße oder dem Jahnplatz zwischen 23 Uhr und fünf Uhr morgens abgeschaltet. Seit Februar diesen Jahres gehen auch an weiteren 17 Kreuzungen nachts die Lichter aus. " Wir haben damit schon in der Vergangenheit Erfahrungen gemacht. Vor etlichen Jahren waren wir sogar schon einmal bedeutend weiter", erklärt Franz Schürings, der Leiter des städtischen Fachbereichs Städtebau.

Denn in den achtziger Jahren herrschte ein bundesweiter Trend, die Lichtsignalanlagen nachts auszuschalten. " Damals haben allerdings die Unfälle erheblich zugenommen, und der volkswirtschaftliche Schaden überstieg dann den Nutzen der Maßnahmen", sagt der Leiter des Fachdienstes Straßenbau, Jürgen Schmidt. Dazu seien damals manche der älteren Anlagen morgens einfach nicht wieder angegangen.

Doch dank neuer Technik und permanent sinkender Unfallzahlen geht der Trend wieder in die andere Richtung. 43 Fußgängerampeln in der Stadt sind bereits seit mehreren Jahren zwischen 21 Uhr abends und fünf Uhr morgens ausgeschaltet. Zusammen mit den Ampelanlagen an Kreuzungen sind jetzt 66 der insgesamt 193 Anlagen nachts ausgeschaltet - bis auf das gelbe Blinklicht, das zur Vorsicht mahnt. Als weitere Vorteile dieser Maßnahmen führt Schürings auch die sinkende Lärmbelästigung an, denn jetzt können die Autos gleichmäßig weiterfahren, statt vor roter Ampel abzubremsen und dann geräuschintensiv wieder anzufahren. Damit spare der Fahrer auch Energie. " Und natürlich sinken auch die Betriebskosten der Ampelanlagen", sagt Franz Schürings. Und schließlich ist das auch im Sinne der Bürger, denn gerade Fußgänger und Fahrradfahrer würden nachts gerne einmal zu Verkehrssündern und ignorierten rote Ampeln, weiß Schürings.

Die Unfallkommission, bestehend aus Polizei, Straßenverkehrsbehörde und dem Fachdienst Straßenbau wählt die Kreuzungen aus, an denen eine nächtliche Abschaltung vertretbar ist. Infrage kommen Kreuzungen an Ausfallstraßen wie Sutthauser oder Pagenstecherstraße oder auch am Fürstenauer Weg. " Momentan sind bei uns 35 Prozent der Anlagen nachts abgeschaltet", zeigt Franz Schürings an einem großen Plan, der in seinem Büro hängt.

Damit liegt Osnabrück noch unter dem bundesweiten Durchschnitt. In den Städten mit vergleichbarer Größe heißt es bei 44 Prozent der Ampeln nachts " Licht aus". Münster schaltet sogar achtzig Prozent seiner Ampeln nachts aus, doch die hätten auch eine ganz andere Stadtstruktur, so Schürings. " Wenn wir deutlich über 50 Prozent kommen, dann können wir schon zufrieden sein."

GROSSE ÜBERSICHT:

Franz Schürings vor dem Plan, auf dem nächtliche Ampelabschaltungen eingetragen sind.

Foto: Klaus Lindemann
Autor:
klu


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